Müll im Meer ist kein neues Phänomen. Allerdings bekommt das Problem eine neue Dimension, wenn man sich die gigantischen Mengen des im Meer treibenden Mülls vor Augen führt. Besonders der Zivilisationsmüll in Form von Plastikprodukten gilt als gefährlich: Seine Langlebigkeit, die verheerenden Konsequenzen für die Tierwelt und die Fähigkeit als "Giftschwamm" für Chemiegifte zu fungieren, lassen das Problem in einem neuen Licht erscheinen.
Seit Jahrtausenden werfen wir Menschen unseren Dreck ins Meer. Solange dieser Dreck mengenmäßig überschaubar und aus biologisch abbaubaren Substanzen bestand, war diese Tatsache sicherlich oftmals nicht schön, allerdings sorgten Bakterien, Wellenschlag und UV-Licht für eine schnelle Eingliederung der Einzelbestandteile in den endlosen Kreislauf des Lebens. Dies änderte sich schlagartig mit der Einführung von langlebigen Plastikprodukten wie Flaschen, Verpackungen, Feuerzeugen - schlicht allem, was sich aus den leicht formbaren Erdölprodukten herstellen ließ. Weltweit werden jährlich 125 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Der daraus entstehende Müll landet schließlich zu einem großen Teil im Meer. Leider löst sich Plastik nach seiner menschlichen Nutzung als Zivilisationsprodukt nicht in seine Bestandteile auf - im Gegenteil, manche Plastikkomponenten verweilen Jahrzehnte in den Weltozeanen. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane.
Hilf mit Müll zu vermeiden: Steige um auf Baumwoll-Einkaufsackerl, Rucksack oder andere plastiklose Tragetaschen!
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Quelle: Greenpeace |