 |  | 
 Greenpeace fordert große Textilhersteller dazu auf ihre Lieferketten zu entgiften (engl. to detox)
|
Greenpeace hat heute den internationalen Bericht „Schmutzige Wäsche“ veröffentlicht. Er gibt Einblick in die Verschmutzung chinesischer Flüsse mit gefährlichen Chemikalien durch die Lieferanten internationaler Bekleidungshersteller wie Adidas und Nike.
Textilbranche setzt gefährliche Chemikalien frei Der Youngor Textile Complex, am Flussdelta des Jangtse und die Well Dyeing Factory Ltd., an einem Nebenarm des Pearlfluss-Delta, sind Zulieferbetriebe internationaler Textilhersteller. Die Untersuchung von Greenpeace zeigt, dass die Abwässer dieser Betriebe unter anderem schwer abbaubare Chemikalien enthalten, die sich in der Nahrungskette oder in einem Organismus anreichern und wie Hormone wirken können. Dadurch können Umwelt und Gesundheit langfristig geschädigt werden.
Bekannte Modelabels kaufen bei Zulieferbetrieben Kunden dieser Zulieferbetriebe sind die internationalen Marken Abercrombie & Fitch, Adidas, Bauer Hockey, Calvin Klein, Converse, Cortefiel, H&M, Lacoste, Nike, Phillips-Van Heusen Corporation (PVH Corp), Puma und sowie die chinesischen Marken Li Ning, Meters/bonwe und Youngor.
Hersteller müssen aktiv werden „Viele bekannte Textilmarken werben mit Sport und Wellness. Mit Gesundheit herzlich wenig zu tun hat es jedoch, gefährliche und hormonell wirksame Stoffe wie Nonylphenol in chinesische Flüsse einzuleiten, die in Europa seit Jahren verboten sind. Die betroffenen Markenhersteller müssen sofort aktiv werden und diese problematischen Substanzen aus ihrer Lieferkette und aus ihren Produkten entfernen”, so Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin. Diese Forderung resultiert aus einer über Jahre dauernden Recherche zur Wasserverschmutzung in China. |