Öko-Stolpersteine In den Bio-Richtlinien sind zwar strenge Herstellungs- und Verarbeitungskriterien vorgeschrieben, eine Regelung zur Unterbindung unnötiger Transporte und Verpackungen und eine Förderung von pflanzlichen gegenüber den ressourcenaufwändiger zu produzierenden tierischen Produkten gibt es zurzeit nicht.
Durch die umweltschonende Herstellung ist der Kauf biologischer Produkte grundsätzlich ein aktiver Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz. Dieser Bonus kann jedoch sehr schnell zunichte gemacht werden, wenn
- vorwiegend tierische,
- aufwändig verarbeitete,
- unnötig verpackte und/oder
- klimaschädlich transportierte Produkte gekauft werden.
Wer ausschließlich zu Fleisch greift, zu Fertigprodukten, zu mit dem Flugzeug transportiertem Bio-Obst und -Gemüse, das gerade bei uns keine Saison hat, oder sich für Produkte entscheidet, die ohne ersichtlichen Grund mehrfach verpackt sind, nimmt automatisch die damit verbundenen negativen ökologischen Folgen in Kauf.
Auch beim Transport der Produkte nach Hause kann viel falsch gemacht werden. Wer es ernst meint, fährt in den Bioladen oder zum Supermarkt nicht mit dem Auto, sondern geht zu Fuss, fährt mit dem Fahrrad oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Eine gute Alternative, vor allem auch in ländlichen Gebieten, sind Bio-Hauszusteller, die regional erzeugte Bio-Lebensmittel bis vor die Haustür liefern.
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Quelle: Greenpeace |