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WWF protestiert gegen XXXLutz

21.07.2005
WWF: Stopp der Tropenwald­zerstörung XXL!


WWF-AktivistInnen fordern umwelt­po­litische Verantwor­tung von XXXLutz. Sie machten am 21. Juli mit einer Aktion vor einer Filiale des Möbelriesen in 1030 Wien darauf aufmerksam, dass das Unternehmen immer noch Möbel aus Holz verkauft, die aus illegalem Holzeinschlag stammen.

 

Als Panther, Gorilla und Tropenwaldvogel verkleidete WWF-AktivistInnen fordern heute bei einer Aktion: Stopp der Tropenwaldzerstörung XXL! "Der Möbelriese XXXLutz ist für das Schicksal der Wälder mit verantwortlich, weil das Unternehmen Gartenmöbel, Parkett und Leisten aus Tropenhölzern verkauft, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus illegalem Holzeinschlag oder Urwaldzerstörung stammen", so Dipl.-Biol. Marc-Alexander Groß, WWF-Waldexperte, bei der heutigen Aktion vor dem Lutz-Gebäude in Wien-Landstraße.

 

XXXLutz ist nach dem Kauf der deutschen Möbelkette Mann Mobilia das weltweit zweitgrößte Möbelhaus und gerade deswegen trifft es besondere Verantwortung, was die Herkunft des Holzes im angebotenen Sortiment anbelangt. "KonsumentInnen können hier nämlich nicht ausschließen, dass sie mit ihrem Holzeinkauf ungewollt die weltweite Urwaldzerstörung unterstützen!"

 

Weltweit schrumpfen die tropischen Regenwälder in beängstigendem Tempo. Jährlich werden 14-16 Mio Hektar der Tropenwälder zerstört, das entspricht rund zweimal der Fläche Österreichs. Mit dem Wald sterben auch seine Bewohner, die Orang-Utans in Indonesien, Berggorillas in Zentralafrika oder die Panther in Südamerika.

 

Die Hauptursache für die fortschreitende Zerstörung der letzten Tropenwälder ist der illegale Holzeinschlag. Tropenholz fragwürdiger Herkunft findet man hierzulande nicht nur bei den zahlreichen Billiganbietern von Teakmöbeln, sondern eben auch bei renommierten österreichischen Möbelhäusern wie XXXLutz.

 

Mit der Aktion, bei der WWF-Waldexperten JournalistInnen durch das Lutz-Möbelhaus in der Wiener Kelsenstraße führten, zeigt der WWF anhand von praktischen Beispielen auf, wie das potenziell illegale Tropenholz nach Österreich gelangt und in den Regalen auf seine ahnungslosen KäuferInnen wartet.

 

Und dabei ginge es auch anders, wie das positive Beispiel IKEA beweist. Das größte Möbelunternehmen der Welt steigt mit einem Stufenplan schrittweise auf FSC-zertifiziertes Holz um, und schließt so Holz fragwürdiger Herkunft aus dem Sortiment aus. Nur das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council) garantiert KonsumentInnen Produkte aus umwelt- und sozialverträglicher Waldbewirtschaftung.

 

XXXLutz verkauft nach wie vor Gartenmöbel, Parkett und Leisten, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus illegalem Holzeinschlag oder Urwaldzerstörung stammen. Und das, obwohl das Unternehmen dem WWF Österreich in Verhandlungen bereits im April letzten Jahres zugesagt hat, diese Missstände zu beseitigen. "Das Unternehmen ist offensichtlich nicht bereit, das Problem mit einem Aktionsplan anzugehen", so Groß. "Wir fordern Taten statt Worte!"

 

Auf der WWF-Website kannst du eine WWF E-Petition an XXXLutz senden.

 

Mehr Informationen zum Thema Tropenholz

 

Quelle: WWF

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