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Global 2000 untersucht Teegetränke

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28.01.2005
Global 2000 untersucht Teegetränke auf Pestizide und Schwermetalle



Copyright: FAIRTRADE

Keine Pestizidrückstände – Schwermetall Blei immer noch nachweisbar

 

Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 hat in der Wintersaison beliebte Teegetränke auf Pestizide, Blei und Kadmium untersuchen lassen. Dazu wurden je acht Früchteteemischungen und acht Kräuterteesorten (Kamille, Pfefferminz) analysiert. "Das Ergebnis der Untersuchung ist teilweise erfreulich. In keiner der untersuchten Proben wurden Pestizide nachgewiesen. In sieben von 16 untersuchten Teeproben wurden jedoch nach wie vor Blei- und Kadmiumspuren gefunden. Die Kadmiumbelastung der Tees ist im Zehnjahresvergleich in etwa gleich geblieben, während die Bleibelastung stark zurückgegangen ist", informiert Dr. Helmut Burtscher, Pestizidexperte von GLOBAL 2000. "Die Blei- und Kadmiumbelastungen wurden im Kraut gemessen. Nur ein geringer Teil dieser Rückstände geht auch in das Teegetränk über", so Burtscher weiter. Lagen vor zehn Jahren die durchschnittlichen Belastungen mit Blei noch bei über 1,5µg/kg, sind es heute nur mehr 0,5µg/kg. GLOBAL 2000 orientierte sich an zwei Tee-Testreihen der Jahre 1995 und 2001. Bei dem 2001 von Stiftung Warentest durchgeführten Test war mehr als die Hälfte der Tee-Proben stark mit Pestiziden belastet.

 

"Die Reduktion der Bleiwerte um mehr als 60 Prozent ist höchstwahrscheinlich auf das Verbot von verbleitem Benzin zurück zu führen. Durch die Einführung von bleifreiem Benzin 1995 ist eine Hauptquelle für Blei-Emissionen in die Umwelt weggefallen. Dieses Beispiel zeigt  einerseits, wie sich Umweltschutzmaßnahmen in einer höheren Lebensqualität widerspiegeln. Andererseits zeigt es auch, wie lange es dauert, bis Umweltverschmutzungen wieder aus der Natur verschwinden", so Burtscher weiter. Blei und Kadmium gehören zu den giftigsten Schwermetallen. Schwermetalle gelangen beispielsweise über Industrieabgase in die Atmosphäre und werden mit der Luftströmung weiter transportiert, bevor sie mit den Niederschlägen auf die Erdoberfläche niedergehen. Pflanzen nehmen Blei in der Regel kaum aus dem Boden auf, sondern über Niederschläge. Die höchsten Bleibelastungen weisen Pflanzen daher in ihren Blättern auf. Manche Pflanzenarten können sich vor der toxischen Wirkung des Bleis zu schützen, indem sie es in ihrer Zellwand lagern. Die Vermutung, dass solcherart gebundene Schwermetalle weniger leicht durch heißes Wasser gelöst werden können, liegt nahe. "Das bedeutet, dass nur ein niedriger Prozentsatz des  Bleigehalt eines Blattes auch in den Tee übergeht", so Burtscher abschließend.

 

Quelle: Global 2000

Ergebnisse Teegetränke im Detail

GLOBAL2000_Test_Teegetraenke_050128.xls   15.5 K
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