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Mehr Nachhaltigkeit bei Fischeinkauf
Metro Schlusslicht in Sachen ökologischer Fischeinkauf


Greenpeace hat heute die Studie "Welle des Wandels" veröffentlicht. Es handelt sich um die aktualisierte Fassung der Studie "Ausverkauf der Meere - Bedrohter Fisch in Österreichs Supermärkten" vom Mai 2006. Darin werden erneut Österreichs Super- und Großmärkte nach der ökologischen Verträglichkeit ihrer Fischeinkaufspolitik gereiht. Die wichtigsten Fakten und Infos des aktualisierten Reports findest du im Bereich "Fisch und Meeresfrüchte". Am Ende der Seite gibt es den Bericht als Kurz- und als Langfassung als pdf-Dokument zum Download.

 

Österreichs Supermärkte tragen dem katastrophalen Zustand der Weltmeere zunehmend in ihrer Fischeinkaufspolitik Rechnung. Dies zeigt die heute präsentierte Greenpeace-Studie 'Welle des Wandels'. Viele Unternehmen haben sich entschlossen, ihre Fischeinkaufspolitik zu überdenken und erste Maßnahmen für einen ökologischen Fischeinkauf ergriffen. Enttäuscht zeigt Greenpeace sich von Metro. Das Unternehmen verkauft trotz gegensätzlicher Verlautbarungen und KonsumentInnen-Protesten nach wie vor Hai und andere bedrohte Arten.

 

Die Situation der Weltmeere ist alarmierend - Überfischung, Piratenfischerei und Umweltverschmutzung sorgen dafür, dass 75 Prozent der weltweiten Fischbestände am Ende sind. Ungeachtet dessen steigt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch in Österreich an. Greenpeace arbeitete in den vergangenen sechs Monaten intensiv mit Österreichs Supermärkten zusammen und wurde von marktcheck.at UserInnen und MarktaktivistInnen tatkräftig unterstützt. Ziel war, diese zu einer nachhaltigeren Fischeinkaufspolitik zu motivieren. Der aktuelle Bericht ist Teil einer europaweiten Greenpeace-Initiative. Auch in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden fühlt Greenpeace dem Handel beim Fischeinkauf auf den Zahn. Mit Erfolg - zu Vorreitern haben sich die britischen Supermärkte Marks & Spencer und Waitrose entwickelt. Sie stellten ihre Sortimente weitestgehend auf ökologisch nachhaltige Arten und Bestände um.

 

"Seit Veröffentlichung unserer ersten Supermarkt-Rangliste im Mai hat sich sehr viel zum Positiven entwickelt. Fast alle Supermärkte haben bedrohte Fischarten ausgelistet oder reduziert und sind auf weniger gefährdete Arten umgestiegen", zeigt sich Greenpeace Meeresexpertin Nina Thüllen erfreut.

 

Neuer Spitzenreiter in Sachen nachhaltiger Fisch ist die in Österreich erst seit 2005 vertretene Kette Norma. Das Unternehmen hat ein umfassendes Informationssystem für seine KundInnen zur Herkunft der angebotenen Fischprodukte erarbeitet und klare Richtlinien für den nachhaltigen Fischeinkauf erstellt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die regional ausgerichteten Unternehmen Sutterlüty und MPreis dicht aufeinander.

 

Aus dem Rahmen fällt hingegen Metro. Der Großhändler gibt an, keine Fische der roten Liste der bedrohten Arten, zu verkaufen. Explizit weist das Unternehmen darauf hin, keinen Hai und Schwertfisch anzubieten. Dennoch findet sich Dornhai unter dem Namen 'Seeaal' im Regal. Schwertfisch ist in zahlreichen Metro-Märkten nach wie vor zu bestellen. Auch andere Rote Liste-Arten sind im Angebot. "Metro ist der größte europäische Fischhändler und muss dieser besonderen Verantwortung gerecht werden. Das Unternehmen muss umgehend nachvollziehbare Maßnahmen ergreifen und beginnen, die bedrohtesten Arten auszulisten.  Weil seit Mai keine Veränderung in den Regalen festzustellen war, ist Metro diesmal auf dem letzten Platz der Rangliste gelandet", erklärt Thüllen.

 

Was du tun kannst:

Metro blieb trotz Hunderter E-Mail Proteste empörter KonsumentInnen bislang stur. Hast du Ideen, wie Metro zum Umdenken bewegt werden kann? Stelle deine Vorschläge ins Forum.

Infos zum Konsum und weitere Tipps für KonsumentInnen.

 

Weitere Informationen: 

  • Der Report: Fisch im Supermarkt (Online Version der Kurzfassung des aktualisierten Supermarkt-Fischreports)
  • Fisch-Einkaufsratgeber: Welchen Fisch konsumieren?
  • Wie es zum Wandel kam: Chronologie der bisherigen Greenpeace-Aktivitäten mit Unterstützung der marktcheck.at UserInnen und MarktaktivistInnen
  • Fisch im marktcheck.at-Bereich Ernährung
  • Thema Meere auf greenpeace.at (Kampagne SOS Weltmeer)

 

Quelle: Greenpeace

Download Supermarkt-Fischreport

SupermarktFisch0611_kurz.pdf
Kurzfassung des Reports, 8 Seiten
   1.3 M
SupermarktFisch0611_lang.pdf
Langfassung des Reports, 28 Seiten
   2.5 M
Fisch im Supermarkt - neue Fassung

Die wichtigsten Fakten und Infos des Reports



Metro weiterhin stur!

Wie soll Metro zum Umdenken bewegt werden? Sag uns deine Vorschläge im Forum!

© Greenpeace