Home

>Neues bei Einkaufen >Klimaschonende Weihnachten

Klimaschonende Weihnachten

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

14.12.2007
Tipps für ein klimafreundliches Weihnachtsfest


Hast du dir schon überlegt, ob du heuer zu Weihnachten nicht vielleicht der Umwelt ein Geschenk machen möchtest? Das kannst du beispielsweise indem du ein klimafreundliches Weihnachtsfest feierst. Hier findest du Tipps, wie du die Zeit rund um den Heiligen Abend auch zu einem Fest für den Klimaschutz machen kannst:

Heimischer Bio-Christbaum
Natürlicher Christbaumschmuck
Kerzen und Sternspritzer
Geschenkverpackungen
Bio-Weihnachtsschmaus
Heimischer Bio-Christbaum


Welcher Baum ist besonders klimafreundlich? Der künstliche oder ein echter Baum?

  • Künstliche Christbäume sind nicht so umweltfreundlich wie ihr Ruf. Ihre Ökobilanz ist deutlich schlechter als vermutet, da sie bei der Produktion bereits sehr viel Energie und andere Ressourcen verbrauchen. Besonders problematisch sind PVC-hältige Bäume, da von der Produktion bis zur Entsorgung besonders gefährliche und schwer abbaubare Chemikalien anfallen. Im Vergleich zu einem natürlichen Baum dauert es Jahre, bis sich ein künstlicher Tannenbaum ökologisch "amortisiert" hat.
  • Der Vorteil echter Christbäume ist so wie bei allen Wäldern, dass Böden vor Erosion geschützt werden, Flächen genutzt werden können, die für herkömmliche Landwirtschaft nicht geeignet wären und die Bäume CO2 gespeichern. Sie sind rund 8 bis 10 Jahre "im Einsatz" bevor sie unsere Stuben schmücken.
  • Derzeit noch ein Geheimtipp, doch die ökologisch beste Wahl sind heimische Bio-Christbäume. Da bei der herkömmlichen Christbaum-Produktion sehr häufig künstliche Düngemittel, Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel zum Einsatz, auf die Bio-Christbaum-ZüchterInnen zu Gunsten der Umwelt verzichten. Durch die chemische Keule geht es nicht nur den Schädlingen, sondern auch sehr vielen nützlichen Tieren an den Kragen, die dann in der Nahrungskette fehlen, z. B. als Nahrung für Singvögel. Bei Bio-Christbäumen sind diese nicht erlaubt. Das Unkraut zwischen den Bäumen lassen sich dort weidende Schafe schmecken. Infos und Bezugsquellen zu Bio-Christbäume kannst du nachfolgend Downloaden oder findest du auf der Website der Biochristbaum-Hersteller.
  • Wer keinen Bio-Christbaum-Anbieter in der Nähe hat sollte sich für heimische Bäume wie Weißtannen oder Rotfichten vom lokalen Anbieter in deiner Nähe entscheiden. Österreichische Christbäume sind erstens viel frischer sind als die importierten, sie sind im Gegensatz zu bei uns nicht heimischen Bäumen Lebensraum für nützliche Tiere und es wird unnötiger Transportaufwand vermieden sowie die heimische Forstwirtschaft unterstützt. Die importierten Bäume werden z. B. in Dänemark oft in riesigen Monokulturen mit hohem Chemikalien-Einsatz produziert und oft bereits im Oktober geschnitten. Die Adressen der lokalen Christbaumproduzenten findest du auf weihnachtsbaum.at.

 

Mehr zum Thema:

Download Infoblatt

0712_christbaum.pdf
Infoblatt "Bio-Christbäume" mit Bezugsquellen. Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   156 K
Natürlicher Christbaumschmuck


  • Besonders stimmungsvoll und individuell wirkt ein Christbaum, der mit Naturmaterialien und Selbstgemachtem geschmückt wird. Viele Naturmaterialien für deinen Christbaumschmuck finden sich im eigenen Garten oder beim Advent-Spaziergang in der Natur: kleine rote Äpfel, Nüsse, Haselnüsse, Mohnkapseln, Disteln und Trockenblumen, Samen von Blumen, Gemüse, selbst gebackene Kekse oder Salzteigfiguren. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Apfelkerne, bunte Bohnen, getrocknete Erbsen oder Mohn schmücken Christbaumanhänger aus Filz und kleine Holzfiguren. Dazu können Nüsse, Mohnkapseln und Zapfen  den Christbaum verschönern. Aus Bucheckern oder Föhrenzapfen kann man kleine Männchen oder Engel basteln.
  • Wer selbst kein Bastel-Talent hat kann auf lokalen Adventmärkten fündig werden, wo von Hobbybastlern liebevoll gestaltete natürliche Weihnachtsdekoration erhältlich sind.
  • Je länger der Christbaumschmuck in Verwendung ist, desto nachhaltiger ist es. Es ist nicht sehr klimafreundlich, wenn du dir jedes Jahr neue Weihnachtsdekoration kaufst.
  • Deko mit FreundInnen tauschen: Wer Abwechslung in seine Dekoration bringen möchte könnte einzelne Stücke oder den kompletten Weihnachtsschmuck mit FreundInnen und/oder Bekannten tauschen.
  • Achtung bei Lametta: Auch wenn es nicht mehr so weit verbreitet ist wird Handel noch vereinzelt Blei-Lametta angeboten (erkennbar am schwereren Gewicht sowie an der Bezeichnung "Stanniol" oder "Stanniollametta"). Blei ist schädlich für die Blutbildung sowie die Fortpflanzungsfähigkeit und kann bei Kindern zu verringerter Intelligenz führen.
  • Künstlicher Schnee bzw. Silber- oder Goldsprays können nicht vom Baum entfernt werden. Der Baum ist nicht mehr kompostierbar. Anstelle von künstlichem Schnee kann man beispielsweise Staubzucker verwenden.

Kerzen und Sternspritzer


Zur Adventstimmung gehören heimelig leuchtenden Kerzen. Doch Kerze ist nicht gleich Kerze.

  • Das Wachs herkömmlicher Kerzen besteht meist aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Schmierölproduktion. Beim Abbrennen von solchen Paraffinkerzen entsteht Ruß. Der enthaltene Schwefel verbrennt zu Schwefeldioxid (SO2).
  • Heimische Bienenwachskerzen werden natürlich hergestellt und verbreiten einen angenehmen Duft.
  • Verzichte auf Sternspritzer, denn diese enthalten große Mengen an Bariumnitrat. Dies ist ein wasserlösliches Salz und kann bei direkter Aufnahme zu Vergiftungen führen. 

 

Mehr zum Thema:

Geschenkverpackungen


Allein für die Produktion des speziellen Papiers fallen nicht nur jährlich tausende Bäume der Motorsäge zum Opfer, die Herstellung kostet unnötig viel Energie und es entstehen enorme Müllberge nach den Feiertagen, ganz zu schweigen vom Ressourcenverbrauch, die für den nur sehr kurzen Lebenszyklus von Verpackungsmaterial aus Kunststoffen oder Metallfolien, entsteht. Besonders klimaschonend ist es natürlich die Verpackung wegzulassen, aber es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten:

  • Geschenkpapier selbst herstellen: Ob Zeitungspapier oder die Rückseite von einseitig bedrucktem Papier, mit Kreativität und umweltfreundlichen Farben kannst du zum/zur eigenen GeschenkpapierdesignerIn werden.
  • Altes Geschenkpapier wiederverwenden: Wer kann sich nicht erinnern, dass die Großeltern-Generation ihre Geschenke immer sorgsam ausgepackt hat, um sie dann sorgfältig zur Wiederverwendung zusammen zu legen. Was seinerzeit vielfach belächelt wurde macht aus heutiger Sicht Sinn und es spricht ja nichts dagegen alte Traditionen wieder aufleben zu lassen, wenn gleichzeitig die Umwelt geschont und Geld gespart wird.
  • Mehrfach verwendbare Verpackungen: Aus alten Stoffresten lassen sich Geschenksackerl nähen, die du wieder verwenden kannst. Gleiches gilt für selbst gebastelte Geschenkschachteln. Für weniger talentierte BastlerInnen sind im Handel bereits bedruckte Schachteln erhältlich. 

 

Mehr zum Thema Geschenkverpackungen 

Bio-Weihnachtsschmaus


Lebensmittel aus regionaler Bio-Produktion sind nicht nur klimaschonend, sondern schmecken auch viel besser als eingeflogene Produkte, die bei uns jetzt gar nicht Saison haben. Neusten Erkenntnissen zufolge sind 2 Faktoren für die Klimabelastung durch Lebensmittel wesentlich: Wie die Produkte hergestellt wurden und wie sie vom Geschäft bzw. vom bäuerlichen Betrieb zu dir nach Hause gelangen.

  • Bei der Herstellung der Lebensmittel ist die biologische der konventionellen Landwirtschaft weit überlegen. Bei der konventionellen Landwirtschaft werden künstliche Dünge- und Spritzmittel eingesetzt, die in der Produktion sehr energie- und ressourcenaufwändig sind. Bio-Landwirtschaft erhöht auch den Humusgehalt und die Bodenfruchtbarkeit des Bodens und daher kann dieser mehr CO2 binden.
  • Von vielen KonsumentInnen unterschätzt wird der Faktor wie die Produkte zu ihnen nach Hause gelangen. Je weniger CO2 dabei frei gesetzt wird desto besser. Rund die Hälfte aller Autofahrten ist unter fünf Kilometer. Solche Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen schont nicht nur das Klima, sondern ist überdies auch noch gesund. Bei längere Strecken sind öffentliche Verkehrsmittel vorteilhaft. Aus Klimaschutz-Sicht ist es wenig sinnvoll mit dem Auto in den Bioladen oder zum Biobauernhof zu fahren. Nutze das Service regionaler Bio-Hauszusteller. Von Getränken über Obst und Gemüse bis zu Milchprodukten oder Fleisch werden dir die gewünschten Lebensmittel bequem bis zur Haustür geliefert. Das spart dir nicht nur Zeit, sondern ist um ein Vielfaches klimafreundlicher als Autofahrten von Einzelpersonen. Ein Lieferwagen, der an zahlreiche Haushalte Produkte ausliefert, braucht je Kilogramm transportierter Ware wesentlich weniger Treibstoff als wenn für ein paar Kilogramm Einkauf mit dem Auto fahren würdest. Das ist vor allem bei Getränkebestellungen sehr praktisch. Bio Austria bietet mit dem neuen Service Biomaps eine bequeme Abfrage solcher regionalen Anbieter.
  • Da die Produktion von Fleisch, vor allem von Rindfleisch, sehr CO2-intensiv ist, stellt Fisch für viele KonsumentInnen eine logische Alternative für das Weihnachtsmenü dar. Abgesehen davon, dass die Meere mittlerweile ausgeplündert und viele beliebte Meeresfische wie Kabeljau, Lachs oder Tunfisch mittlerweile bedroht sind, werden manche Fischarten Tausende Kilometer eingeflogen. Guten Gewissens kaufen kannst du heimischen Bio-Karpfen. Er wird in naturnahen Teichen garantiert ohne Gentech-Futter gefüttert und schmeckt besser als jeder konventioneller Karpfen, da er wesentlich magerer ist. Bio-Karpfen ist entweder über die ARGE Biofisch, auf Bestellung in Bioläden oder bei Billa und Merkur erhältlich.

 

Mehr zum Thema:

Weiter lesen:

 

Quelle: "die umweltberatung", Greenpeace

© Greenpeace 2012[Impressum][Datenschutz]

Schnellsuche:



Username:

Passwort: