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 Ausgetrockneter Fluss im Himalaya
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Der Begriff „Virtuelles Wasser“ beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt oder einer Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung verwendet wird. Bei der Tierzucht wird zum Beispiel nicht nur die Trinkwassermenge sondern auch der Wasserverbrauch für die Herstellung des Futters berechnet.
Wasserverbrauch bei der Nahrungsmittelproduktion Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Produkte haben mit 86 Prozent den höchsten Anteil am weltweiten Wasserfußabdruck. Dieser bezeichnet die Gesamtmenge des Wasser, die für die Herstellung eines Gutes oder einer Dienstleistung verwendet wird.
Hier eine Auswahl einiger Lebensmittel und deren Wasserverbrauch (globaler Durchschnitt):
- Tomate/1 Stück: 13 l
- Tee/1 Tasse: 30 l
- Apfel/1 Stück: 70 l
- Kaffee/1 Tasse: 140 l
- Ei/1 Stück: 200 l
- Mais/1 kg: 900 l
- Kartoffeln/1 kg: 900 l
- Milch/1 l: 1000 l
- Weizen/1 kg: 1400 l
- Sojabohnen/1 kg: 1800 l
- Reis/1 kg: 3400 l
- Hühnerfleisch/1 kg: 3900 l
- Schweinefleisch/1 kg: 4800 l
- Käse/1 kg: 5000 l
- Rindfleisch/1 kg: 15.000 l
Im Schnitt braucht jeder Deutsche pro Tag rund 4000 – 5000 Liter Wasser.
Virtuelles Wasser verbirgt sich in Nahrung, Kleidung und anderen Produkten und wird zumeist unbemerkt und in großen Mengen konsumiert.
Bekleidung: "Durstige" Baumwolle
Viel "verstecktes Wasser" findet sich auch in Baumwolle. Für die Produktion eines T-Shirts werden bis zu 20.000 Liter Wasser verbraucht. Der Großteil davon wird für die Bewässerung von Baumwollfeldern verwendet. Dabei kann es zur Übernutzung von Grundwasser und Flüssen kommen.
Unter diesem Gesichtspunkt ist Kleidung aus Kunstfasern die bessere Wahl.
Tipps zur Reduktion des individuellen Wasserverbrauchs Relativ einfach umsetzbar, weil unmittelbar sichtbar bzw. spürbar ist Wassersparen beim sogenannten "Direkter Wasserverbrauch":
- Durchflussbegrenzer in Wasserhähnen installieren,
- Wasser während dem Zähne putzen abschalten
Weniger einfach, weil Vorwissen von Nöten ist die Reduktion beim "Indirekter Wasserverbrauch". Es gilt Konsumprodukte mit hohem virtuellen Wassergehalt durch niedrigere zu ersetzen:
- Tee statt Kaffee trinken
- (Leitungs-)Wasser statt Säfte und Limonaden
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Quelle: Greenpeace, waterfootprint.org |