Schon vor etlichen Jahren hat sich die europäische Autoindustrie zur Reduktion der CO2-Emissionen selbst verpflichtet. Doch kaum ein Unternehmen hat sich an diese Werte gehalten - im Gegenteil! Viele Hersteller produzieren immer schwerere und PS-stärkere Pkws, die einen viel zu hohen CO2-Ausstoß haben, statt auf effizientere und sparsamere Technologien zu setzen.
Hauptbremser ist die deutsche Autoindustrie, die seit Jahren nicht Willens ist den eigenen Verpflichtungen nachzukommen. Anstelle dessen werden LobbyistInnen bezahlt, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als die Wahrheit zu verfälschen und massiv auf die EU-Komission einzuwirken, damit die aktuellen Vorschläge zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bei Pkws verwässert und verschoben werden.
Wie die nachfolgende Grafik zeigt schaffen es die meisten Hersteller die durchschnittlichen CO2-Emissionen ihrer Flotte zu reduzieren, doch die Menge des CO2-Ausstoßes ist immer noch viel zu hoch. Ausnahme bilden Daimler, VW und Suzuki.
Problematisch ist, dass diese Entwicklung stark mit der Modell-Politik zusammenhängt und schwer umzudrehen ist. Denn während auf Automessen gerne einzelne weniger Klima belastende Feigenblätter in die Auslage gestellt werden, setzt die Autoindustrie auch weiterhin auf den Verkauf schwerer Autos, wie SUV (Sport Utility Vehicle) oder spritintensive Offroader, die vorrangig in der Stadt unterwegs sind.
Gerade bei Unternehmen mit hohen Verkaufszahlen bringt eine Reduktion der CO2-Emissionen sehr viel fürs Klima. So bedeutet 1 Gramm CO2 pro km weniger bei VW eine Reduktion der EU-weiten CO2-Emissionen von 1/2 Mio. Tonnen. |