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Die richtige Wahl: der Greenpeace Fisch-Ratgeber 2011

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4.03.2011
85 Prozent der weltweiten Fischbestände in Seenot

Titelseite des Greenpeace-Fischratgebers 2011

Den Fischen steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals: 85 Prozent der weltweiten Fischbestände sind laut Welternährungsorganisation (FAO) erschöpft oder komplett ausgebeutet. Viele Tunfisch-Arten sind total überfischt. Wer also bedrohten Fischarten eine Auszeit gönnen möchte, kann dies mit bewusstem Fischeinkauf tun. Der Greenpeace-Ratgeber hilft dabei.

 

Die richtige Wahl beim Fischeinkauf
Die bedrohliche Situation für die weltweiten Fischbestände verdeutlicht der aktuelle Greenpeace Fisch-Ratgeber 2011. Vierundzwanzig der dreißig im handlichen Einkaufsratgeber angeführten Fischarten sind rot und damit als problematisch ausgewiesen. Darunter auch hierzulande beliebte Speisefische wie Tunfisch oder Hering, die anlässlich des bevorstehenden Heringsschmauses auf vielen österreichischen Tellern landen.

Augen auf beim Tunfisch-Kauf
Neben dem klassischen Heringssalat werden zum Faschingsende auch immer mehr Fischspezialitäten aus Tunfisch, Lachs oder Shrimps angepriesen. Zu den besonders bedrohten Arten gehört auch der in Österreich gern gekaufte Tunfisch: Die meisten Tunfischarten sind nahezu aus unseren Meeren verschwunden.

 

Tod für viele Meeresbewohner durch Fischfang-Magnete

Hinzu kommt, dass der Großteil des in Österreich angebotenen Tunfischs mit Hilfe von sogenannten "Fisch-Magneten" gefischt wird. Mit schwimmenden Plattformen werden dabei Scharen von schattensuchenden Meeresbewohnern angelockt.  Ein Greenpeace-Video verdeutlicht das Problem der Fischerei mit Fisch-Magneten.


Tunfisch aus nachhaltiger Fischerei

Kauftipp: Tunfisch aus nachhaltiger Fischerei
Die gute Nachricht: Mittlerweile finden sich auch Alternativen in den heimischen Supermarktregalen. Greenpeace rät deshalb zu Skipjack-Tunfisch gefangen mit der Angel. Weitere Infos mittels Klick auf das Produktbild.

 

Ein empfehlenswertes Produkt ist nicht genug!

Beim Tunfisch aus Angelfischerei handelt es sich nur um ein Übergangsprodukt; die steigende Nachfrage kann mit dieser Fangmethode nicht gedeckt werden.

Der Mutterkonzern von 4 Diamanten ist die Firma Princes mit Sitz in Großbritannien. Greenpeace fordert, dass Princes auf den Einsatz von zerstörerischen Fisch-Magneten verzichten und in Zukunft nur Fangmethoden einsetzt, die keinen Beifang erzeugen und andere Tiere töten! Wer dies unterstützen möchte, kann hier via E-Mail protestieren.

Noch vertretbar: Hering

Der Hering wiederum zählt zu den wenigen Fischarten, die Greenpeace noch als "grundsätzlich vertretbar" einstuft, doch auch hier sollten Konsumenten auf die Kennzeichnung achten: Fanggebiet und Fangmethode geben Auskunft, ob das Produkt aus nachhaltiger Fischerei stammt.

 

Fische im Stress

Insgesamt hat der heimische Fischkonsum seinen bisherigen Höchststand erreicht: Jeder Österreicher verzehrt laut EU rund 14 Kilogramm Fisch im Jahr (Fanggewicht).

Die jüngsten Berechnungen der Welternährungsorganisation FAO zeigen: Jährlich werden 145 Millionen Tonnen des weltweit beliebtesten Nahrungsmittels aus den Meeren gefischt. Gönnt man den Weltmeeren keine Erholungspause, droht nicht nur dem Heringsschmaus in Zukunft das Aus.

Jede und jeder kann zum Schutz unserer Meere beitragen
Der Greenpeace Fisch-Ratgeber informiert und hilft beim Einkauf, die Meere zu schützen. Wir KonsumentInnen können etwas gegen den Raubbau tun,

  • indem wir bewusster und seltener Fisch essen.
  • Und beim Einkauf beim Fischhändler oder im Supermarkt nach Fischen aus nachhaltiger Herkunft fragen.

 

Weiterlesen auf marktcheck.at:

  • Der Greenpeace Fisch-Ratgeber 2011

 

Link-Tipp:

Informationen auf der Webseite von Greenpeace

 

Quelle: Greenpeace

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Die richtige Wahl

beim Fischeinkauf.