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Elektronik Kauf- und Nutzungstipps

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Kauf- und Nutzungstipps

Schwermetalle und PVC im Gehäuse oder Kabel, illegaler giftiger Elektroschrott in Asien und jetzt auch noch das: Zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entstehen durch die Nutzung von Computern, Handys und Co. - so viel wie beim Flugverkehr.

 

Die Computer- und Kommunikationsindustrie steht in der Pflicht, endlich weniger schädliche Produkte auf den Markt zu bringen, sinnvolle Recyclingprogramme einzurichten und das Potenzial zu nutzen, denn schlaue IT-Lösungen haben das Potenzial 15% der Treibhausgasemissionen bis 2020 zu reduzieren (Mehr Info dazu), denn die Möglichkeiten zur Einsparung sind enorm. Doch auch KonsumentInnen haben es in der Hand, mit ihrem Konsum die Welt zu verändern.

 

 

Generelle Tipps

  • Stromanbieter checken: Wie transparent sind die Informationen, die der Stromanbieter zur Verfügung stellt? Wird der Strom möglicherweise aus Kohle- oder Atomkraft hergestellt? Im Zweifelsfall Anbieter wechseln!
  • Echte Ökostromanbieter bevorzugen: Durch die Debatte rund um Atomkraft, erwecken manche Unternehmen den Eindruck, als seien sie atomstromfrei - doch deren Mutter- oder Tochterunternehmen machen hohe Gewinne mit Atomstrom und man finanziert  diese Geschäfte durch den Strombezug bei "Pseudo"-Anbietern indirekt mit. Durchblick übr de Strommix der wichtigsten österreichischen Stromanbieter gibt es hier.

 

Tipps zu Elektronik-Kauf und -Nutzung

  • Bedarf checken: Überlege, ob du wirklich ein neues Gerät brauchst. Vielleicht ist das alte noch benutzbar und lässt sich mit ein paar Handgriffen aufwerten. Das schont auch deinen Geldbeutel.
  • Nachdenken: Überlege dir, was dein Computer alles können muss und welches Zubehör du wirklich brauchst.
    • Je leistungsstärker die Geräte, desto größer der Energieverbrauch - und der Preis. Manche Grafik-Karten brauchen besonders viel Strom, daher gibt es Hersteller, die Modelle entwickelt haben, die sich abschalten lassen. Zum E-Mail-Schreiben oder dergleichen braucht man keine besonders schnelle Grafikleistung, der Rechner arbeitet dann mit der On-Board-Grafikkarte und spart Strom.
    • Schnurlose Geräte wie Funkmaus oder -tastatur sind zwar bequem, sie verbrauchen aber viel mehr Strom als die verkabelten Alternativen. 
  • Nachfragen:
    • Frage die Hersteller nach langlebigen und giftfreien Produkten! Enthält das Produkt gefährliche Chemikalien wie PVC oder bromierte Flammschutzmittel? Achte auf Label wie den Blauen Engel, diese Produkte sind nicht so schadstoffbelastet
    • Achte beim Neukauf auf den Energieverbrauch. Im Standby-Modus sollten Geräte nicht mehr als 1 Watt verbrauchen. Viele Hersteller geben diese Daten nicht an. Notebooks verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Strom als ein vergleichbar ausgestatteter PC. Auch Flachbildschirme sind energieeffizienter.
    • Das gleiche gilt für XXL-Fernseher. Informiere dich über den Energieverbrauch.
  • Verschenken: Alte Geräte, die du nicht mehr benutzt, die aber noch funktionieren, kannst du jemanden geben, der Verwendung dafür hat.
  • Zurück geben: Schicke deine Altgeräte, die nicht mehr zu reparieren sind, zum Hersteller zurück. Wenn Firmen sich um ihren Schrott kümmern müssen, denken sie auch beim Design schon über die Recyclingfähigkeit nach.
  • Schlau machen: Informiere dich vor dem Kauf neuer Geräte nach Recyclingkonzepten: Nimmt der Hersteller Altgeräte kostenlos zurück? Das erfährt man in der Regel über die Internetseiten der Hersteller. Einen schnellen Überblick bieten der Ratgeber "Grüne Elektronik", das ist ein Öko-Ranking der die führenden Hersteller von Handys, Computern, Fernsehern und Spielekonsolen, sowie ein Produktranking der umweltfreundlichsten Elektronikprodukte. Neu ist jetzt auch das Firmenranking "Cool IT".

 

Elektronik-Energiespar-Tipps

  • Mit Energie bewusst umgehen: Nur weil man vielleicht Ökostrom bezieht, bedeutet das nicht, dass damit Energiesparen überflüssig geworden ist. Um den Energiebedarf der Zukunft zu decken, müssen wir bewusster und effizienter mit Energie umgehen.
  • Geräte ausschalten: Schalte Drucker, Scanner, Fernseher nach dem Gebrauch aus. Geräte im Standby-Modus verbrauchen Strom. Pro Jahr und Haushalt summieren sich die Kosten auf 100 Euro.
  • Stecker ziehen: Ziehe den Stecker bei ausgeschalteten Geräten oder verwenden eine ausschaltbare Steckerleiste.
    • Einige Geräte verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Drucker zum Beispiel verbrauchen Strom, obwohl sie ausgeschaltet sind und kein Lämpchen mehr leuchtet.
    • Ziehe Netzteile und Ladegeräte aus der Steckdose - sie verbrauchen Strom, auch wenn sie nicht benutzt werden. Das kannst du auch daran erkennen, dass die Geräte warm sind.
  • Ruhemodus: Lasse deinen Computer ruhen. Im Ruhezustand verbraucht er kaum Strom. Das lohnt sich schon ab einer Pause von 15 Minuten.

 

Software-Tipps:

  • Verantwortungsvoll surfen: Hast du gewusst, dass eine Suchanfrage über Google so viel Energie verbraucht wie eine 11-Watt-Energiesparlampe in einer Stunde? Die Suche beschäftigt nicht nur den eigenen Computer, sondern auch Server in Rechenzentren auf der ganzen Welt. Wenn, dann gezielte Abfragen machen und nicht aus reiner Langeweile im Web surfen.
  • Die Schnellstartleiste optimieren: Vor allem wichtig für Windows NutzerInnen. Bei der Installation von Programmen wird man gefragt, ob dieses Programm in der Schnellstartleiste angezeigt werden soll. Beim Hochfahren des Computers wird dieses Programm zum Teil bereits geladen, sodass es schneller gestartet werden kann. Dies benötigt jedoch unnötige Ressourcen.
  • Nur jene Programme offen haben, man auch tatsächlich verwendet, unzählige Programme gleichzeitig offen zu haben kosten unnötige Ressourcen und damit Strom.
  • Die Energiesparfunktionen des jeweiligen Betriebssystems nutzen
  • Ressourcenintensive Bildschirmschoner weglassen
  • Speicherintensive Grafiken der E-Mail-Signatur vermeiden
  • Wenn dir jemand ein E-Mail mit großem Anhang schickt, dieses beim Beantworten nicht unabsichtlich wieder zurück senden
  • Schnell ladende HTML-Websites anstelle von aufwändigen Flash-Sites bevorzugen.

 

Weitere Infos & Tipps:

 

Quelle: Greenpeace

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