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Rindfleisch jetzt ohne Gentech-Futter

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29.09.2005
Konventionelles "Almo Rindfleisch" ab sofort Gentechnik-Frei


Greenpeace und Schirn­hofer präsentieren die Initiative Gentechnik-Frei

 

Die Umwelt­schutz­organi­sation Greenpeace und der steirische Fleisch­verarbeiter Schirnhofer haben heute, 29. Sep­tember 2005, gemeinsam die "Initiative Gen­technik­frei" präsentiert. Die Firma Schirnhofer ist somit die erste in Österreich, die mit dem ALMO Ochsen konventionelles Rindfleisch aus garantiert gentechnik-freier Fütterung anbietet. Der Umstellung im Rinderbereich soll schon im Jahr 2006 die gentechnik-freie Fütterung in der Schweinemast folgen, beides betreibt Schirnhofer auf Initative von Greenpeace. "Die Umsetzung der Gentechnik-freien Fütterung bei Schirnhofer ist ein Erfolg für die KonsumentInnen, für die Umwelt und nicht zuletzt für Greenpeace", freut sich Greenpeace Gentechnik-Sprecher Steffen Nichtenberger.

 

"Schirnhofer ist der erste, der beim konventionellem Rindfleisch Gentechnik-frei wird. Deshalb, und weil selbstverständlich die Unabhängigkeit beider Akteuere von einander gewahrt bleibt, gratuliert Greenpeace Schirnhofer herzlich und hat dem Unternehmen auch ein Werbezitat zur Verfügung gestellt", so Nichtenberger. Auf der anlaufenden Werbekampagne der Firma Schirnhofer befindet sich das Zitat "Greenpeace gratuliert Schirnhofer zur Gentechnikfrei-Inititiative". Darüber hinaus liegen ab sofort in allen Schirnhofer-Filialen Greenpeace-Unterschriftenlisten gegen Gentechnik im Tierfutter auf.

 

Seit mehr als einem Jahr gilt EU-weit eine Gentechnik-Kennzeichnungsverordnung: Neben gentechnisch veränderten Lebensmittel muß nun auch manipuliertes Tierfutter gekennzeichnet sein. Die Lücke in der Kennzeichnung: Produkte von Tieren wie Fleisch, Eier oder Milchprodukte, die mit gentechnisch verändertem Tierfutter gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet sein. Der Einsatz von Gentechnik im Tierfutter ist in Österreich keine Seltenheit: 55.000 Tonnen Gentech-hältige Soja landen pro Jahr in den heimischen Futtertrögen. Diese Soja wird hauptsächlich aus Nord- und Südamerika importiert. Der Anbau der Gentech-Soja ist mit massiver Umweltzerstörung verbunden.

 

Im Frühjahr 2004 haben sich 88% der KonsumentInnen und 97% der LandwirtInnen gegen den Einsatz von Gentech-Tierfutter ausgesprochen. Greenpeace hat sich daraufhin mit zahlreichen österreichischen Firmen in Verbindung gesetzt, um sie vom Verzicht auf Gentech-Tierfutter zu überzeugen. Mit Erfolg! Die beiden größten heimischen Lebensmitteleinzelhändler Rewe und Spar stellen die Produktion von Freiland- und Bodenhaltungseiern auf Futter ohne Gentech-Soja um. Mit NÖM und Kärntnermilch haben zwei österreichische Molkereien auf Tierfutter ohne Gentech-Soja umgestellt. "Nach den Eiern und der Milch, gesellt sich jetzt das Rindfleisch zu jenen Produkten aus konventioneller Landwirtschaft, die ohne Einsatz von Gentech-Soja im Futtertrog hergestellt werden. Der österreichische Warenkorb füllt sich mit gentechnikfreien Lebensmittel", so Nichtenberger abschließend.

 

Mehr:

Infos zum Thema Gentechnik
Almo-Produkte in der marktcheck.at Produktdatenbank
Zur Unterschriftenliste
Website Fa. Schirnhofer

 

Quelle: Greenpeace

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