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Palmöl für Konzerne zerstört Wälder

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8.11.2007
Billiges Palmöl zerstört Wälder und verstärkt Klimawandel


Durch den enorm gestiegenen Bedarf an Palmöl für Lebensmittel- und Kosmetikkonzerne werden Urwälder in Indonesien zerstört und der Klimawandel verstärkt. Dies zeigt ein neuer Greenpeace Report.

 

Heute veröffentlichte Greenpeace in London und Singapur eine aktuelle Studie "Cooking the Climate" über die Zerstörung der Indonesischen Urwälder zur Produktion von Palmöl. Palmöl wird als billiger Rohstoff für die Lebensmittel-, Kosmetikindustrie und zunehmend als Agrotreibstoff eingesetzt.

 

Greenpeace zeigt darin auf, dass die großen Lebensmittel-Multis wie Nestlè, Procter und Gambler und Unilever verantwortlich für die Zerstörung in Indonesien sind. So konnte etwa für die bekannten Marken Pringles und KitKat ein direkter Zusammenhang zur Urwaldzerstörung aufgezeigt werden.

 

Es ist dabei erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit diese einmaligen Wälder niedergebrannt werden um billige Rohstoffe für Knabbergebäck zu erzeugen. Der Greenpeace Experte und Aktivist Jurrien Westerhof, der derzeit auf der Indonesischen Insel Sumatra gemeinsam mit 60 weiteren Greenpeace Aktivisten aus der ganzen Welt gegen die Zerstörung kämpft, beschreibt in seinem Blog (auf greenpeace.at) das Ausmaß der Rodungen.

 

  • greenpeace.at: Videos der Urwald-Station auf Sumatra in der Provinz Riau

 

Der Greenpeace Report weist auch auf die immense Bedeutung der Indonesischen Moorwälder für das Weltklima hin. Indonesien ist durch die Brandrodungen und das Oxidieren der Torfböden heute bereits der weltweit drittgrößte CO2 Produzent. Wenn die Entwicklung wie geplant weitergeht wird Indonesien gemeinsam mit den Abnehmern von billigem Palmöl dem Weltklima einen heftigen Schlag versetzen. Jurrien Westerhof dazu: "Allein hier in den Wäldern der kleinen Provinz Riaui, wo wir gerade gegen die Brandrodungen kämpfen, ist soviel CO2 gespeichert wie weltweit in einem Jahr freigesetzt wird."

 

Auch wenn die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie einen großen Teil des Palmöls verwendet weist der Greenpeace Report auch auf die große Verantwortung der Förderung von Agrotreibstoffen für die Zerstörung hin. Insbesondere die verpflichtenden Beimischungen in der EU treiben die Zerstörung voran.

 

Die Importe von Palmöl nach Österreich sind in den letzten drei Jahren dramatisch gewachsen. Die Beimischungsrichtlinie führt zwar vorerst nicht zur direkten Verwendung von Palmöl im Tank, führt aber dazu dass alle anderen Öle verstärkt für Treibstoff verwendet werden und Palmöl die Lücke in der Industrie schließt. Die enorme Zerstörung der Wälder täglich vor Augen, appelliert Greenpeace an die Industrie und die Politik die Verwendung von Palmöl sofort und drastisch zu reduzieren und die Nachfrage nicht weiter durch falsche Maßnahmen anzuheizen.

 

Mehr zum Thema:

 

Quelle: Greenpeace

Download Greenpeace-Report:

Greenpeace_Report_Cooking_The_Climate_Dt_Zf_lowres.pdf
Deutsche Kurzfassung. Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   1.0 M
Palmoel_gpi_ExecutiveSummary_lowres.pdf
Englische Kurzfassung. Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   1.8 M
cookingtheclimate_part_1_lowres.pdf
Langfassung Englisch (Part 1). Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   7.5 M
cookingtheclimate_part_2_lowres.pdf
Langfassung Englisch (Part 2). Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   3.3 M
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