Problematisch sind "lose" verkaufte Eier, die es z.B. in Bäckereien oder auf Märkten erhältlich sind. Laut Gesundheitsministerium können Eier beim Bäcker oder Greißler durchaus lose verkauft werden, sofern der Händler/Verkäufer in der Lage ist, Angaben über Qualität und Herkunft des Eies zu machen. Wie sich das in der Praxis darstellt, haben MitarbeiterInnen von marktcheck.at recherchiert:
Schlecht informiertes Personal Probekäufe haben gezeigt, dass das Verkaufspersonal in einer Anker- und einer Mann-Filiale keinerlei Informationen zu folgenden Bereichen geben konnte:
- zur Herkunft der Eier,
- zur Haltungsform,
- zur Haltbarkeit sowie
- zur Art der Fütterung der Hennen und
- zu den verwendete Farbstoffen
Dies verdeutlicht, dass die Richtlinien für "lose" verkaufte Eier derzeit ungenügend sind.
Problematische Farbstoffe
Die folgenden Farbstoffe sind bis dato zur Färbung der Ostereier eingesetzt worden. Auch wenn sich die Stoffe bei den Produkten im Ostereier-Check 2011 nicht fanden, ist nicht auszuschließen, dass dennoch Eier mit diesen Farbstoffen erhältlich sind:
* Azo-Farbstoff wie E 104, Chinolingelb (gelber Farbstoff) und * der rote Farbstoff E 127, Erythrosin
Sowohl Azo-Farbstoffe als auch E 127 können allergische Reaktionen hervorrufen und stehen im Verdacht, an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms bei Kindern beteiligt zu sein. Sie müssen ab Juli 2010 in der EU mit "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen" gekennzeichnet werden.
Die Liste am Ende dieses Artikel informiert über alle Lebensmittelzusatzstoffe, die "Rot" also "Ungenügend" in der marktcheck.at-Bewertungsskala sind. Auch wenn Erythrosin und die Azo-Farbstoffe erstmals nicht mehr zum Eierfärben eingesetzt wurden, sind sie bei anderen Produkten im Handel leider immer noch zu finden.
Gesetzliche Regelung ist notwendig
Greenpeace fordert klare gesetzliche Regelungen: Am Verkaufsort in unmittelbarer Nähe zum Produkt müssen die erforderlichen Informationen gut sichtbar angebracht werden. Das marktcheck.at Team empfiehlt daher, wenn dann nur verpackten Produkte zu kaufen und sich an der Produktliste des Osterchecks zu orientieren. |