Der "KitKat Crisp Osterhase" von Nestlé kann überdies Palmöl aus Urwaldabholzung enthalten. Die Firma Nestlé ist einer der weltweit größten Hauptverbraucher von Palmöl - der Schweizer Konzern setzt es in vielen seiner Produkte ein, darunter auch im KitKat-Schokoriegel. Nestlé kauft Rohstoffe vom indonesischen Hersteller Sinar Mas - dieser rodet wertvolle Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten in Indonesien, um Ölpalmenplantagen anzulegen. Daher fordert Greenpeace von Nestlé sämtliche Verträge mit Dritthändlern zu kündigen, die Palmöl von Sinar Mas beziehen.
Gentech-Futter für Milch in Schokolade Ähnlich wie bei den Eiern muss ein konventionelles Schokoladenprodukt nicht gekennzeichnet sein, wenn es Milch von Kühnen enthält, die Gentech-Tierfutter gefressen haben. marktcheck.at hat daher die Hersteller kontaktiert und gefragt, ob die Milchbestandteile in ihren Produkten mit Gentech-Tierfutter hergestellt wurden. Viele Hersteller haben nicht reagiert, daher mussten solche Produkte in der Kategorie "Gentechnik" mit "Rot" (Ungenügend" bewertet werden.
Zweifelhafte Tierhaltung
Auch die Haltungsbedingungen der Kühe, welche die in der Osterschokolade enthaltene Milch produzieren machen die meisten der konventionallen Hersteller keine Gedanken. Nicht ein einziges konventionelles Produkt verfügt über eine Tierschutz-Zertifizierung, auch nicht jene von Milka, die vollmundig mit "100% Alpenmilch" werben.
Herstellungsbedingungen für Kakao
Von Kindern für Kinder - so lautet offenbar das Motto vieler Schokoladenhersteller, denn nur wenige Produkte sind unter fairen Arbeitsbedingungen entstanden, erkennbar am FAIRTRADE-Gütesiegel. Dass in den Hauptanbaugebieten von Kakao in Ostafrika vorwiegend Kindersklaven unter unwürdigsten Arbeitsbedingungen schuften müssen ist Firmen wie Milka, Lindt, Nestlé & Co offenbar egal. marktcheck.at überprüft bereits seit dem Jahr 2005 regelmäßig Schokoladenikolos, doch bislang hat sich keiner der Schokoladenmultis dazu entschlossen nur ein einziges Produktt mit Kakao aus fairer Produktion zu produzieren.
Erfreuliche Verbesserung bei Heindl und Manner
Bei der Überprüfung von Schokoladepralinen im Februar 2010 enthielten Produkte der österreichischen Hersteller Heindl und Manner noch problematische Lebensmittelzusatzstoffe. Beide Firmen kündigten an, dass sie ab sofort die kritisierten Produkte ohne kritische Zusatzstoffe herstellen würden.
Die aktuelle Untersuchung der Osterschokoladen dieser Hersteller zeigt, dass sie sich tatsächlich daran gehalten haben. Ein milchfreies Produkt von Heindl konnte sogar bei Ökologie ein "Grün" (Gut) erzielen. Es wäre wünschenswert, wenn sich diese Hersteller im Bereich Gentech-Tierfutter bei der Produktion der Milchbestandteile sowie hinsichtlich der fairen Produktion der Kakaobestandteile in ihren Schokoladeprodukten in ähnlicher Weise engagieren würden.
Merkwürdiges Kombiprodukt |