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 Erneut wurde Nikoloschokolade überprüft.
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Erneut hat marktcheck.at Nikoloschokolade auf Ökologie, Tierschutz und soziale Aspekte überprüft. Das Ergebnis ist enttäuschend: Nur wenige Produkte sind empfehlenswert.
Umwelt bei Kaufentscheidung wichtig
Gemäß einer Eurobarometer-Studie vom April 2009 ist für neunzig Prozent der österreichischen KonsumentInnen die Auswirkung eines Produktes auf die Umwelt wichtiger als der Preis oder die Marke. Viele Lebensmittelhersteller haben darauf reagiert und bieten eine immer größere Auswahl an umweltfreundlichen Produkten. Das trifft jedoch nicht auf die meisten Hersteller von Schokolade-Nikolos zu, wie marktcheck.at nun erhoben hat.
- Liste der untersuchten Nikolo-Schokolade inkl. Bewertung
- Bilder der Produkte inkl. Bewertung
Check Schoko-Nikolos
marktcheck.at hat erneut Nikolaus-Schokolade auf ökologische, soziale und Tierschutz-Kriterien überprüft: Bei den untersuchten Produkten sind lediglich drei sowohl fair als auch umwelt- und tierfreundlich hergestellt, nämlich zwei Produkte der Firma Zotter und ein Produkt von EZA. Die Produkte bekannter Schokoladenproduzenten wie Milka, Lindt, Hauswirth, Ferrero, Hofbauer, Nestle, Riegelein, Manner oder Heindl schneiden in den drei Kriterien vielfach nur „kritisch“ oder „ungenügend“ ab.
Gentech-Futter für Milch in Schokolade
Die Nikolo-Schokolade wurde nach Umweltfreundlichkeit (Inhaltsstoffe, Transport, Verpackung, Gentechnik), artgerechter Tierhaltung und sozialen Aspekten bewertet. Viele Firmen verarbeiten für die Produktion der Schokolade Trockenmilchpulver von Kühen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. „90 Prozent der ÖsterreicherInnen lehnen Gentechnik in Lebensmitteln strikt ab, weshalb die österreichische Trinkmilch zu 80% gentechnikfrei ist. Obwohl Firmen wie Milka, Lindt oder Nestle das Problem seit Jahren kennen, setzen sie immer noch auf Milchpulver, das mit Gentech-Tierfutter hergestellt wurde“, kritisiert die Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.
Zusatzstoffe mit Risiko: E 476...
Zusätzlich werden in den Schoko-Nikoloprodukten der Marken Hauswirth, KitKat, Smarties und Riegelein problematische Inhaltsstoffe verarbeitet. Diese Produkte enthalten das Konservierungsmittel Polyglycerin-Polyricinoleat bzw. E 476, das im Tierversuch bei größeren Mengen zu Nieren- und Lebervergrößerungen geführt hat und die Durchlässigkeit der Darmwand beeinträchtigen kann. Die empfohlene tägliche Höchstmenge kann aber, besonders von Kindern, leicht überschritten werden.
... und E 104
Der Schoko-Bananen Krampus und Nikolo der Firma Hauswirth enthält den Farbstoff Chinolingelb oder E 104. Diese Substanz kann an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms (psychische Störung, welche die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt und Hyperaktivität, emotionale Störungen und ungesteuerter Impulsivität zur Folge hat) beteiligt sein, ist in den USA verboten und muss ab 2010 in der EU mit „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet sein.
Tipps für KonsumentInnen
„Mir ist ein Rätsel, was solche Substanzen in Produkten, die vorwiegend für Kinder gedacht sind, zu suchen haben. Bewussten Konsumenten rate ich, solche Produkte im Regal zu lassen, und sich statt dessen für faire Bioschokolade zu entscheiden“, empfiehlt Claudia Sprinz den KonsumentInnen abschließend.
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- Bilder der gecheckten Produkte
Quelle: Greenpeace |