Die Nanotechnologie befasst sich mit der Herstellung, Erforschung und Anwendung von Materialien sehr kleiner Größe. Nano-Teilchen (Nano-Partikel) sind nur 1 bis 100 Nanometer (nm) groß . Ein Größenvergleich: Ein Nano-Teilchen verhält sich zu einem Fußball wie ein Fußball zur Erde. Das Besondere an den Nano-Teilchen: Vertraute Materialien haben in der kleinen Form plötzlich ganz neue Eigenschaften Farbe, Schmelzpunkt, Härte, elektrische Leitfähigkeit und chemische Eigenschaften wie Reaktionsfähigkeit oder Giftigkeit können sich ändern. Nano-Teilchen kommen auch in der Natur vor, z.B. in Vulkanasche, im Rauch von Waldbränden. Auch einige Viren sind so klein. Milch enthält Proteine, Casein und Fettkügelchen in Nano-Größe. Auch Feinstaub enthält Nano-Teilchen.
Die Nanotechnologie stellt eine Risikotechnologie dar. Im Gegensatz zur Gentechnik, bei der bei jeder umweltoffenen Anwendung die Risiken einen möglichen Nutzen eindeutig überwiegen und daher jede Art von Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt strikt abzulehnen ist, ist eine Nutzen-Risiko-Analyse bei der Nanotechnologie wesentlich komplexer.
Generell gilt jedoch, dass die Risiken der Nanotechnologie noch sehr wenig erforscht sind, und daher im Sinne des Vorsorgeprinzips ein Moratorium für die Freisetzung von technisch hergestellten Nano-Teilchen zu fordern ist.
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