Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin bei Greenpeace, kommentiert die Antwort von Penny wie folgt:
Der österreichische Umweltminister DI Niki Berlakovich hat sich im April 2010 für die Wahlfreiheit bei Mehrweg ausgesprochen. Die Erhebung von Greenpeace vom Mai 2010 hat gezeigt, dass es in Penny-Filialen kein einziges Getränk in Mehrweggebinden zu kaufen gibt. Penny ignoriert nicht nur die Empfehlungen des Ministers, sondern zeigt durch diese Antwort, dass das Unternehmen auch keinerlei Bereitschaft dazu hat, ökologische Verantwortung für seine Produkte zu übernehmen. Auch auf der Website von Penny finden sich keinerlei Informationen zum Thema Umweltschutz oder Nachhaltigkeit.
Penny gehört (gemeinsam mit Adeg, Billa, Bipa und Merkur) zur Rewe-Gruppe. Im Rewe-Nachhaltigkeitsbericht betont das Unternehmen sein Bekenntnis zu Nachhaltigkeit.
Hier ein Zitat von der Rewe-Website in der Rubrik "Nachhaltigkeit": "In Wirtschaft und Gesellschaft wird Erfolg häufig nur anhand von Effizienz und Profit, sprich an harten Zahlen, Daten und Fakten, gemessen. Doch Erfolg verlangt mehr und erschöpft sich nicht nur darin. REWE International AG tritt mit seinen Handelsfirmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG dafür ein, ökonomische mit ökologischen und sozialen Aspekten in Einklang zu bringen, um so der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen gerecht zu werden. Ein Gewinn für Menschen, Umwelt, Unternehmen und kommende Generationen."
Vergleicht man dieses Zitat mit der Antwort von Penny ist klar zu erkennen, dass die Nachhaltigkeitsversprechen von Rewe bei Penny nicht eingehalten werden.
Fazit:
Die Antwort von Penny ist für seine KundInnen völlig ungenügend. Diese Antwort führt zudem vor Augen, dass das Thema Nachhhaltigkeit beim Rewe-Konzerns ebenso wenig ernst genommen wird wie die Empfehlungen des österreichischen Umweltministers.
Wer Interesse an Getränken in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen hat, wird diese auch in Zukunft nicht in Penny-Filialen finden. Penny ist in erster Linie an der Einsparung von Kosten interessiert - die Förderung umweltfreundlicher Getränkeverpackungen oder den Empfehlungen des Umweltministers nachzukommen hat für Penny keinerlei Bedeutung. |