Der Lkw-Verkehr in Österreich kommt derzeit nur für 56 Prozent der verursachten Infrastrukturkosten auf. Den Rest von 1,5 Milliarden Euro, bezahlt die Allgemeinheit.
Lkw-Verkehr seit 1990 verdoppelt
Das zeigt eine VCÖ-Studie vom Juni 2006. Eine Folge dieser Subvention: Der Lkw-Transport in Österreich hat sich seit dem Jahr 1990 verdoppelt. Der VCÖ sieht zudem die zukünftige Finanzierung von Österreichs Infrastruktur gefährdet. Deshalb fordert der VCÖ die rasche Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen. Eine Lkw-Maut auf allen Straßen gibt es in der Schweiz seit dem Jahr 2001 und wird mit der neuen Wegekostenrichtlinie nun auch in der EU erlaubt.
Finanzierungslücke bei Straßenverkehr
"Die Finanzierung der Infrastruktur wird in den kommenden Monaten und Jahren eine der zentralen Fragen im Verkehrsbereich sein. Bei den Autobahnen und Schnellstraßen beträgt der Schuldenstand rund zehn Milliarden Euro, auch bei den Landes- und Gemeindestraßen gibt es eine große Finanzierungslücke. Neben Einsparungen bei den Ausgaben werden auch zusätzliche Einnahmen nötig sind. Die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen hat dabei oberste Priorität", stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut fest. |