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Länder per Schiene entdecken

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Konkrete Ländertipps rund um Österreich


Wer die Länder rund um Österreich und in Eu­ropa bereisen möchte, denkt häufig zuerst an eine Fahrt mit dem Auto. Dabei sind einige (Nachbar) länder teil­weise besser erschlossen als Österreich.

 

Allgemeine Informationen über den Urlaub per Bahn findest du unter Nerven sparen, Bahn fahren. Zusätzlich hat der VCÖ für dich umfangreiche Linktipps zu Bahngesellschaften, Verkehrsverbünden und Fahrplanauskünften in Österreich und Europa zusammengestellt.

 

Die Schweiz ist bekanntlich das Land der Bahnen und des öffentlichen Verkehrs schlechthin. Aus Österreich gibt es einige direkte Tages- und je eine Nachtverbindung aus Wien/Linz/Salzburg und aus Graz, in der Schweiz gibt es flächendeckend ein hervorragendes Angebot zum umherreisen und für Tagesausflüge. Bahnreisende sind in der Schweiz niemals Exoten. Ticketmäßig empfehlen sich Netzkarten aus dem Angebot des Swiss Travel System, diese sind zwar für unsere Verhältnisse nicht ganz billig, aber wer es billig haben möchte, fährt wohl ohnehin nicht in die Schweiz.

 

Tschechien hat nach der Schweiz die zweithöchste Bahnnetzdichte Europas, unterscheidet sich von der Schweiz aber erheblich, was die Geschwindigkeit, die Intervalle und die Anschlüsse betrifft: Man kommt in Böhmen und Mähren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwar überall hin, es kann aber vergleichsweise lange dauern. Abseits der EC/IC-Züge sind die Fahrzeuge zwar – wie in fast allen postsozialistischen Ländern – stark veraltet, dafür sind die Fahrkarten sehr billig, es gibt auch Wochenend-, Wochen- und Monats­netz­karten sowie Kilometerbanken. In Tschechien versteht sich die Bahn ganz besonders als Ausflugs- und Urlaubsverkehrsmittel, dementsprechend passen die Angebote in touristische Regionen und auch QuartiergeberInnen werden vom Ansinnen nicht überrascht sein, vom Bahnhof abgeholt zu werden. Anreise aus Österreich über über Břeclav (EC-Züge), Znojmo, České Velenice oder Horní Dvořiště. Im Nahverkehr sind die Euregio-Angebote von ÖBB und ČD in Ordnung, für weitere Fahrten, insbesondere Wien-Praha empfiehlt sich das Stückeln nationaler Fahrkarten.

 

Deutschland hat in den letzten Jahren den Regional­verkehr mehr und mehr verbessert, sodass auch hier, nicht nur in touristischen Spitzenregionen, von einem ausreichenden Angebot für Tagesausflüge ausge­gangen werden kann. Zudem bietet die DB, aber auch viele Verkehrsverbünde und regionale Verkehrs­unternehmen günstige Regionalnetzkarten für UrlauberInnen und AusflüglerInnen, welche Züge und Busse außerhalb der Stoßzeiten benutzen. Anreise aus Ostösterreich mit eine der vielen EC- oder EN-Verbindungen über Passau oder Salzburg, aus Westösterreich auch über Kufstein, Mittenwald oder Lindau.

 

In der Slowakei ist das Bahnnetz, nicht zuletzt aufgrund erster Schließungswellen der vergangenen Jahre, deutlich dünner als in Tschechien, die Tarife etwas höher. Das gleiche gilt für Polen. In beiden Ländern hat der Fernverkehr weiterhin ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, insbesondere in Polen sind auch die Fahrzeiten im Fernverkehr sehr attraktiv. Touristische Regionen beider Länder sind ganz gut erschlossen. Anreise nach Polen: zwei direkte Tagzüge und ein Nachtzug nach Warszawa, jeweils mit Kurswagen nach Krakow. Nach Bratislava gibt es zweistündlich Regionalverbindungen, von dort aus ist das ganze restliche Land erreichbar, zusätzlich gibt es zwei Tages- und eine Nacht­verbindung direkt von Wien nach Košice.

 

Ungarn und Slowenien haben auch bereits große Fortschritte in der Modernisierung des Fernverkehrs gemacht, auch im Regionalverkehr wird das Wagenmaterial zunehmend modernisiert. Auch in diesen Ländern gilt, dass prinzipiell das ganze Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist, im Regionalverkehr aber lange Fahr- und Wartezeiten vorkommen. Nach Budapest gibt es sieben EC-Paare täglich, davon kommen vier aus Westösterreich/ Deutschland/ Schweiz, von Graz gibt es ein Zugpaar täglich nach Budapest. ÖBB, GySEV und MAV sind vergleichsweise sehr fortschrittlich in der Vernetzung des Regionalverkehrs im Grenzraum, etwa nach Györ, Sopron und Szombathely. Nach Slowenien gibt es leider nur drei EC-Paare von Wien, einen weiteren und dürftigen Regionalverkehr ab Graz. Sowohl nach Slowenien, als auch nach Kroatien und Serbien sind die Verbindungen aus Richtung Salzburg-Villach besser, als aus Wien.

 

Von den Mittelmeerländern ist Italien zweifellos am besten zum Urlaub mit öffentlichen Verkehrsmitteln geeignet. Netz und Fahrplanangebot sind dichter als in Frankreich, die Pendolinozüge zwar keine TGVs, aber doch viel schneller, als in Österreich und der Schweiz und das Fahrpreisniveau (bei Kauf in Italien!!!) erheblich unter dem in Österreich. Die Küsten und sonstigen Urlaubsregionen sind gut mit der Bahn erschlossen, wo es keine Bahn gibt, gibt es gute Busverbindungen. Weiterhin dürftig sind die Zugverbindungen über die Grenze bei Tarvisio (zwei Zugpaare tagsüber, zwei bis drei Nachtzüge), manchmal ist von Wien aus sogar ein Umweg über Innsbruck und den Brenner nötig.

 

Weitere europäische Länder

 

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Quelle: VCÖ

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