Home

>Unterwegs >Autofahren >Klimaanlagen

Klimaanlagen

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

Klimawandel durch Auto-Klimaanlagen


Nicht nur im Sommer schalten viele AutofahrerInnen die Klimaanlage ein. Eine Handbewegung, die wohl überlegt sein sollte: Während die Klimaanlagen im Wageninneren für Kühle sorgen, tragen sie zur Klimaerwärmung bei, weist der VCÖ auf die negativen Umweltfolgen von Klimaanlagen hin.

 

Schädliche Kühlmittel

Die Klimaanlagen der Autos enthalten derzeit das extrem schädliche Kühlmittel Tetrafluorethan (R134a), dessen Treibhausgaswirkung 1.300 Mal so hoch ist wie von CO2! R134a wird auch in Kühlschränken nach wie vor eingesetzt. Das starke Treibhausgas trägt zur Erwärmung der Erde und zur Klimaveränderung bei. Die EU hat daher beschlossen, dieses Kühlmittel zu verbieten. Jedoch erst ab dem Jahr 2011. Dies ist auch deshalb so unverständlich, weil es ökologisch verträglich Alternativen gibt. Auch die fluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW), die enorm zum Treibhauseffekt beitragen, werden für Auto-Klimaanlagen eingesetzt.

Auf Initiative von Greenpeace wurde bereits vor Jahren der Kühlschrank Greenfreeze entwickelt. Diese Vorzeige-Technologie ist ozonschicht- und klimafreundlich. 

 

Schlau gekühlte Autos
Aufhorchen lässt auch der Ansatz, die Umwelt mittels dem ‚Klimasünder’ Kohlendioxid (CO2) zu schützen: Wie Greenpeace Deutschland informiert, kann CO2 in Klimaanlagen direkt dem Umweltschutz dienen. Als Kältemittel R744 kann es das starke Treibhausgas R234a ersetzen. Die alternative Technik für Klimaanlagen ist längst serienreif. Laut Informationen des deutschen Umweltbundesamtes betrügen die Mehrkosten nur rund 30 Euro. An keiner anderen Stelle sei es so kostengünstig, die Klimawirkung zu mindern. Dieses Beispiel für den "guten" Einsatz von CO2 darf nicht die negativen Umweltfolgen von CO2 verwässern.

 

Klimakiller Nummer eins: CO2
Die EU-Autoflotte verursacht wegen der Klimaanlagen rund 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Allein die Klimaanlagen von Österreichs Autoflotte sind für mehr als 200.000 Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich, Tendenz stark steigend.

 

Erhöhter Spritverbrauch durch Klimaanlage
Viele AutofahrerInnen wissen nicht, dass auch der Spritverbrauch durch die Klimaanlagen in die Höhe klettert. Als Faustregel gilt, dass die Klimaanlage den Verbrauch um zehn Prozent erhöht. Bei durchschnittlicher Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr und bei Verwendung der Klimaanlagen an warmen Tagen ist mit einem zusätzlichen Spritverbrauch von rund 45 Liter zu rechnen. Wer ohne Klimaanlage fährt, kann sich rund 50 Euro pro Jahr an Spritkosten ersparen.

 

Besser lüften als kühlen
In vielen Fällen ist durch das Öffnen der Fenster eine gesündere Kühlung zu erreichen, als durch Klimaanlagen. Die plötzlichen Temperaturunterschiede können auch zu Kreislaufproblemen führen. Kurze Strecken sollten mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wer langsam fährt und leichte, luftige Kleidung trägt, kommt auch nicht ins Schwitzen.

 

Fahren mit Köpfchen
Bei Hitze steigt auch das Aggressionspotenzial. Und aggressiv Autofahren ist extrem gefährlich. Deshalb kaltes Wasser trinken, Pausen machen und versuchen, einen kühlen Kopf bewahren. Der hilft auch, sich gut zu überlegen, ob und wann die Klimaanlagen im Auto eingeschaltet werden soll. Und natürlich einen möglichst umweltschonenden und spritsparenden Fahrstil zu wählen.
 

VCÖ-Tipps für heiße Tage

Und wer nicht aufs Auto verzichten kann, dem empfiehlt der VCÖ: 

  1. Wenn möglich nicht in der Mittagszeit fahren.
  2. Möglichst im Schatten parken.
  3. Oft reicht das Öffnen der Fenster, um eine angenehme Temperatur zu
    erreichen.
  4. Beim Autokauf hellen Farben den Vorzug geben, sowohl was die Autofarbe
    als auch die Innenausstattung betrifft.
  5. Ausreichend Wasser trinken und Pausen machen.

  

Quelle: VCÖ, Greenpeace

© Greenpeace 2012[Impressum][Datenschutz]

Schnellsuche:



Username:

Passwort:


News Unterwegs
> 21.05.2012
> 10.05.2012
> 15.03.2012