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Google legt Energieverbrauch offen

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8.09.2011
Google legt Energieverbrauch offen


Am 8. September hat Google Informationen darüber veröffentlicht, wie viel Energie für Suchanfragen, E-Mail, Youtube-Videos und andere Google Dienste benötigt wird. Damit hebt sich das Unternehmen deutlich von Mitbewerbern wie Facebook ab, die dazu keine Informationen zur Verfügung stellen.

 

 

> Überblick Google im Vergleich zu anderen IT-Firmen

 

Google lässt sich in die Karten schauen 

Zuvor hat Google jahrelang behauptet, dass diese Informationen ein „Geschäftsgeheimnis” seien. Die fehlende Transparenz hat zu vielen Spekulationen über den Energieverbrauch von Google geführt. Nun haben die Mutmaßungen ein Ende: Google benötigt 2.259.998 MWh Strom und das operative Geschäft verursacht Emissionen in der Höhe von 1.457.982 Tonnen CO2-Äquivalente. Der größten Anteil machen die Rechenzentren von Google aus, die (gemeinsam mit den Google Büros) Emissionen in der Höhe von 1.226.350 Tonnen CO2-Äquivalente verursachen.

 

Wäre Google ein Staat, dann stünde „Googleland” beim Energieverbrauch an 132. Stelle, 82 Länder weltweit haben einen geringeren Energieverbrauch. Google hat im Jahr 2010 für 25% seines operativen Geschäftes Erneuerbare Energieträger genutzt und plant diese, bis zum Jahr 2012 auf 35 Prozent zu steigern. Dies ist die Folge des Investments des Unternehmens in große Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien.

 

Greenpeace Elektronik-Kampagne

Seit dem Jahr 2009 drängt Greenpeace Google und andere IT-Unternehmen dazu, mehr Transparenz über den Energieverbrauch ihrer Rechenzentren und hinsichtlich der Verwendung von schmutziger oder sauberer Energie zu zeigen. Die Ergebnisse fließen in das Cool IT-Ranking und zuletzt auch in den Cloud Computing-Report ein.

 

Warum Transparenz wichtig ist
Transparenz ist eine weithin anerkannte und wichtige Voraussetzung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. „Bis zum heutigen Tag hat das Schweigen von Google über die ökologischen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit die Stellung als führendes Unternehmen im Bereich sauberer Energie ernsthaft unterlaufen. Es ist sehr hilfreich, dass Google diese Daten nun veröffentlicht, um die beeindruckende Arbeit des Unternehmens im Bereich Erneuerbarer Energien sowie Klimapolitik zu bekräftigen und damit strenge Klimaschutzziele zu unterstützen”, sagt Claudia Sprinz, Sprecherin der Greenpeace Elektronik-Kampagne.

Google hat im letzten Jahr 600 Millionen US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert und unterstützt die sogenannte „Joint Business Declaration" zugunsten einer ambitionierteren EU Klimapolitik von The Climate Group, dem University of Cambridge Programme for Sustainability und den WWF Climate Savers, welche sich dafür einsetzt, dass die EU bis zum Jahr 2020 30% CO2-Emissionen einspart.

 

Saubere Energie erhöhen

Aus der Sicht von Greenpeace hat Google noch viel zu tun, um nachhaltiger zu werden. „Der nächste Schritt für Google ist, dass der Anteil Erneuerbarer Energien für seine Rechenzentren erhöht wird. Wir würden uns wünschen, wenn sich Google ein ehrgeiziges Ziel setzt, um letztlich 100% zu erreichen“, fordert Sprinz.

 

Google im Vergleich

Firma Treibhaus-gasemis-sionen Energie-verbrauch Erneuerbare Energien Energieverbrauch Rechenzentren Werte zu Cloud Produkten 
Facebook Nein Nein Nein Nein Keine 
Google Ja Ja Ja Teilweise Gmail, YouTube 
HP Ja Ja Ja Nein Keine 
Microsoft Ja Ja Ja Ja Keine 
Yahoo! Nein Ja Teilweise Nein Keine 

Neue Informationen

Mit diesem Schritt werden von Google mehr Informationen als von anderen großen IT-Firmen zur Verfügung gestellt, denn Google ist eines der ersten Unternehmen, das veröffentlicht, wie viel Energie benötigt und welche Emissionen über Gmail und Youtube enstehen. Diese Dienste basieren auf Cloud Computing oder Distributed Servern. Bei Distributed Servern werden Rechenleistungen oder Prozesse auf verschiedene Server verteilt, bei Cloud Computing Dienste sind Anwendungen, die nicht mehr über den lokalen Computer laufen, sondern ins Internet ausgelagert werden, in beiden Fällen werden große Mengen an Energie für die Rechenzentren benötigt.

 

Facebook muss handeln 

 „Der Fortschritt von Google lässt Facebook im Bereich der Grünen IT ziemlich alt aussehen. Denn Facebook spricht nicht über den Energieverbrauch unserer vielen Statusmeldungen, Fotos oder Online Freundschaften und auch nicht, wie hoch die dabei enstehenden Treibhausgasemissionen sind. Es ist höchste Eisenbahn, dass Facebook einen Schritt weiter geht, Energie aus schmutziger Kohlekraft hinter sich last und Googles Weg folgt, indem das Unternehmen auf Erneuerbare Energieträger umstellt”, so Sprinz abschließend.

 

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Quelle: Greenpeace

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