Trotz der verheerenden Rotschlammkatastrophe im Oktober 2010 im westungarischen Ajka hält Greenpeace Urlaubsreisen nach Ungarn für grundsätzlich sicher. Die beliebtesten ungarischen Destinationen, wie der Plattensee (Balaton), Budapest oder die Puszta, sind vom Unfall in keiner Weise betroffen.
Der in die Umwelt gelangte Rotschlamm wurde zwischenzeitlich entweder entfernt oder er ist soweit verhärtet, dass er keine Feinstaubgefahr mehr darstellt. Vorsicht geboten ist jedoch immer noch in der unmittelbaren Unglücksregion in Westungarn.
In einigen Gegenden sind jedoch die Flüsse und auch das Trinkwasser durch intensive Landwirtschaft und mangelhafte Technik mit Schadstoffen belastet.
Verschmutzte Flüsse Torna und Macal Die Belastung der Raab und der Donau mit den Rotschlammspuren stellt ein großes ökologisches Problem dar, für Kanutouren und ähnliche Urlaubsaktivitäten sieht Greenpeace jedoch kein Hindernis mehr.
Gemieden werden sollten hingegen die beiden am stärksten belasteten Flüsse Torna und Macal. In Ungarn muss unabhängig von der Rotschlammproblematik aufgrund teilweise noch fehlender oder noch nicht modernisierter Kläranlagen allerdings mit einer höheren Verschmutzung der Flüsse gerechnet werden, insbesondere unterhalb von großen Städten oder Industrieanlagen.
Trinkwasser mit Schadstoffen
Ähnliches gilt auch für das Trinkwasser in Ungarn. Während sich die Folgen des Rotschlamms auf die Unglücksregion und die nach Norden führenden Grundwasserkörper beschränken, muss in manchen Gegenden Ungarns mit schadstoffbelastetem Trinkwasser gerechnet werden. Vor allem Nitrate durch die intensive Landwirtschaft oder Schadstoffe aus alten Mülldeponien stellen auch in Ungarn regionale Probleme dar. Generell gilt jedoch, dass die Grenzwerte in Ungarn eingehalten werden. In jedem Fall ist es ratsam, sich vor Ort über die Sicherheit des Trinkwassers zu erkundigen.
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Quelle: Greenpeace |