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Gefahren für die Gesundheit

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Achtung: Gesundheitsschädlich!

Bei Gesundheitsschäden durch Pestizideinwirkung muss grundsätzlich zwischen akuten und chronischen Vergiftungen unterschieden werden.

Akute Vergiftungen treten vor allem bei und nach der Anwendung auf, wenn Schutzbestimmungen nicht ausreichen eingehalten werden, oder es zu Verwechslungen, zum Beispiel durch Kinder, kommt.

Laut Daten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) kommt es jährlich zu drei Millionen akuten Vergiftungen durch Pestizide, von denen 200 000 tödlich verlaufen.

Die Wirkungen reichen von schwachen Irritationen bis zu Koma und Tod. Oft kommt es zu Beeinträchtigungen des Nervensystems, zu Irritationen der Haut oder der Atmungsorgane.

Weltweit kommen ca. 500 verschiedene Pestizidwirkstoffe in über 5000 unterschiedlichen Zusammensetzungen zur Anwendung. Genauso vielfältig sind die Möglichkeiten, wie der menschliche Organismus durch den Einfluss von Pestiziden beeinträchtigt werden kann, auch durch regelmäßige Aufnahme von kleinen Mengen, die chronische Vergiftungen bewirken können.

 

Krebs:

Beispielsweise Tumore in hormonabhängigen Geweben ( wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Hodenkrebs und Schilddrüsenkrebs), da Pestizide oft hormonell wirksam sind, Tumore des Nervensystems, Hirntumore, Krebserkrankungen bei Kindern ( z. Bsp.: Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphom, Hirmtumor).

 

Reproduktionsprobleme und Entwicklungsschäden:

Pestizide können die Fortpflanzung beeinflussen, z.B. durch Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit oder durch Fruchtschädigung.

Konkrete Auswirkungen sind: Störungen des Hormonhaushaltes bei Männern und Frauen, Verringerung der Spermienzahl, Veränderungen des Menstruationszyklus, Unfruchtbarkeit. Hierfür werden hauptsächlich Endokrine Disruptoren (hormonell wirksame Pestizide) verantwortlich gemacht.

Weiters greifen Pestizide in die vorgeburtliche Entwicklung ein: körperliche Missbildungen, aber auch Verhaltensänderungen, wie Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität oder Autismus können entstehen. Gewisse Chemikalien lösen eine frühzeitige Kontraktion der Gebärmutter aus – es kommt zu Frühgeburten.

 

Neurologische Störungen und Verhaltensstörungen

können ebenfalls durch Pestizide hervorgerufen werden. Besonders empfindlich auf störende Einflüsse ist das menschliche Nervensystem im Kleinkindalter. Als Folgen werden beispielsweise Beeinträchtigung der neurologischen Entwicklung bei Kindern, Konzentrationsprobleme, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, Lernschwäche sowie Angstzustände, Depressionen genannt.

Die bereits mehrfach erwähnten Endokrinen Disruptoren können können die Wirkung von menschlichen Hormonen imitieren, verändern oder blockieren. Solche endocrine disrupting chemicals (EDC) sind derzeit Thema intensiver Studien. Im Jahr 2000 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Liste von 553 Chemikalien, die als potentielle endokrine Disruptoren erkannt wurden. Viele dieser Wirkstoffe sind in Österreich immer noch zugelassen! 4 der 10 häufigst gefundenen Pestiziden laut nationalem Lebensmittel-Monitoring 2001 werden auf dieser Liste geführt!

 

Auch mit Allergien und Störungen der Immunabwehr

werden Pestizide in Verbindung gebracht, wie bei verschiedensten allergischen Reaktionen (z.B. Dermatitis, Asthma, Hypersensitivität), Immunsuppression und erhöhte Krankheitsanfälligkeit, sowie Autoimmunerkrankungen.

 

Pestizidvergiftungen rufen selten stofftypische Symptome hervor, meistens muss von unspezifischen Krankheitsbildern ausgegangen werden. Daher ist ein Rückschluss vom Symptom auf die Ursache oft nicht möglich, was bedeutet, dass viele durch Pestizide hervorgerufene Erkrankungen nicht als solche erkannt und damit nicht statistisch erfasst werden.

 

Quelle: Global 2000

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