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Elektroschrott

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Die Kehrseite des technologischen Fortschritts


Seit 13. August 2005 muß Österreichs Elektro- und Elektronik­schrott lücken­los ge­sam­melt und um­welt­ge­recht ver­wertet werden. Ent­sprechend einer neuen Verordnung ist es verpflichtend, Elektro- und Elektronikaltgeräte mechanisch zu zerlegen, die nicht schadstoffhaltigen Anteile von den schadstoff­haltigen Bauteilen zu trennen und sie anschließend umweltgerecht zu behandeln bzw. wieder zu verwerten. Eine wichtige Neuerung, denn zahlreiche Geräte enthalten in ihren Bauteilen Problemstoffe:

 

Wichtige in Elektroartikeln vorkommende gesundheits- und umweltschädliche Stoffe sind

  • Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Chrom,
  • halogenierte Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW),
  • PCB (polychlorierte Biphenyle) und PVC (Polyvinylchlorid),
  • bromhaltige Flammschutzmittel sowie
  • Asbest und Arsen.

 

Rund 40 Prozent des Bleivorkommens im Abfall geht in Österreich zur Zeit auf Haus­halts- und Unter­haltungs­elektronik zurück. Dabei besteht die Gefahr des Aus­waschens und der Konta­mination des Trinkwassers. Weiters wird geschätzt, dass 22 Prozent des jähr­lichen weltweiten Queck­silber­verbrauchs für Elektro- und Elektronikgeräte verwendet wird.

 

Rasante Zunahme von Elektro- und Elektronik­geräten

Während Altgeräte im Jahr 1998 EU-weit mit rund sechs Mio. Tonnen etwa vier Prozent der kommunalen Abfälle ausmachten, ist inzwischen ein jährliches Wachstum von drei bis fünf Prozent zu verzeichnen. Das bedeutet, dass in fünf Jahren bis zu 28 Prozent mehr Elektro- und Elektronikgeräte anfallen werden und sich die Menge in zwölf Jahren verdoppelt haben wird.

 

Zu viele Handys in Österreich

Eine von mobilkom austria in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass jeder Haushalt in Österreich durch­schnitt­lich 2,6 Handys besitzt. Rund 70 Prozent der Öster­reicher­Innen haben Handys zuhause liegen, die sie nicht mehr verwenden Durch­schnitt­lich behält jede/r ÖsterreicherIn sein/ihr Handy 2,7 Jahre. Schlussendlich tragen diese Handys mit dazu bei, dass jährlich mehrere Tonnen Elektroschrott entstehen.

 

Was du tun kannst, um Elektroschrott zu vermeiden:

  • Lass dich nicht unter Druck setzen (Werbung, Medien, Handel, Umfeld), dass du bestimmte Geräte unbedingt besitzen solltest. Kaufe nur Geräte, die du auch tatsächlich brauchst.
  • Verwende das Gerät so lange wie möglich, d. h. so lange es funktionstüchtig ist.
  • Achte beim Kauf darauf, ob der Hersteller sich verpflichtet hat auf gefährliche Chemikalien zu verzichten (siehe nächste Seite).
  • Geräte, die nicht mehr funktionstüchtig sind, müssen nicht gleich auf dem Müll landen. Viele lassen sich noch reparieren. Die "umweltberatung" Wien bietet beispielsweise ein Reparaturnetzwerk (Daten siehe unten). 
  • Noch funktionstüchtige Geräte können weiterverkauft oder verschenkt werden.

 

Auf der nächsten Seite erfährst du, wohin der Elektroschrott gelangt und was damit gemacht wird. [weiter...]

 

Link-Tipp:

 

Quelle: Greenpeace 2005

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