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Die richtige Wahl bei Holz- und Möbeleinkauf



Holz ist ein sehr schönes Material, und wer Holz kauft, kann damit sogar die Umwelt schützen: Eine nachhaltige Waldnutzung trägt zum Erhalt wertvoller Lebensräume bei. Wer aber das falsche Holz wählt, fördert ungewollt eine der großen Umweltkatastrophen der Erde.

 

Weltweit sind bereist vier Fünftel der Urwälder zerstört, und die letzten Bestände fallen in rasantem Tempo Kettensägen und "Erntemaschinen" zum Opfer in den Tropen genauso wie in Kanada, Russland und Skandinavien. Es ist aber nicht nötig, gänzlich auf Holz zu verzichten: für beinahe alle Zwecke gibt es umweltschonende Alternativen, garantiert durch Zertifikate. Details dazu findest Du in diesem Kapitel.

 

Rohstoff Holz

Seit der Mensch vor etwa 5.000 Jahren sesshaft wurde, rodete er Wälder, um den Boden urbar zu machen. Das Holz wurde als Baustoff und Brennmaterial eingesetzt. Über Jahrtausende hinweg war es das wichtigste Baumaterial und auch der wichtigste Energieträger.

 

Dadurch wurden viele Regionen der Erde gänzlich entwaldet. In der Antike waren das Griechenland, der Apennin und die Levante - im Mittelalter verloren weite Teile Europas ihre Wälder. Heute betrifft dies Länder wie Madagaskar, Kenia, Elfenbeinküste oder Thailand, die einen großen Teil ihrer ursprünglichen Bewaldung bereits eingebüßt haben.

 

Bäume sind eine erneuerbare Ressource - Urwald ist es nicht! Urwaldgebiete sind - zumindest in menschlichen Zeiträumen - nicht erneuerbar. Urwälder als Ganzes mit allen darin vorkommenden Arten sind unwiederbringlich. Mit dem Verschwinden der Urwälder würden Millionen Tier- und Pflanzenarten für immer aussterben.

In den 20 Mio. km² Wirtschafts- und Sekundärwäldern gibt es genug Bäume, um auch den zukünftigen Bedarf an Holz und Fasern vollständig decken zu können, ohne dabei die wenigen noch verbliebenen Urwälder zu zerstören.

 

Aber Waldbewirtschaftung kostet Geld und Zeit: Es muss gepflanzt, gepflegt und viele Jahre gewartet werden, bis Holz geerntet werden kann. Solange Urwälder existieren, wird es leider oft billiger kommen, einen reifen Urwald gleichsam "gratis" zu schlägern. Der unternehmerischen Ersparnis steht dabei jedoch der unermessliche Preis der Vernichtung der letzten Urwälder gegenüber.

 

 

Quelle: Greenpeace

Einkaufsratgeber:

Greenpeace_Holz_und_Papierfuehrer.pdf
Greenpeace-Einkaufsratgeber zu Holz und Papierprodukten
   260 K
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