Der Platz auf unserem Planeten ist begrenzt, durch Gier und Überkonsum wird mittlerweile mehr verbraucht als unser Planet natürlich erzeugen kann. Viele Menschen in den Industrieländern leben zurzeit auf Kosten der Ärmeren und auf Kosten künftiger Generationen. Jede/r hat die Möglichkeit durch schlaues Verhalten den persönlichen Ressourcenverbrauch in die Hand zu nehmen. Hier sind die drei wichtigsten Tipps:
1. Weniger konsumieren
Tagtäglich prasseln Werbebotschaften auf uns ein. Man versucht uns einzureden, dass wir diese oder jene Produkte unbedingt brauchen. Dies wird manchmal durch das persönliche Umfeld (Familie, FreundInnen, Bekannte) verstärkt. Man will uns einreden, dass nur wenn wir das Produkt x oder y besitzen wir schön, cool oder wasauchimmer sind. Schlaue KonsumentInnen durchschauen diese simplen Manipulationsversuche und gehen vor einem Kauf die folgende Checkliste durch:
- Unnötige Käufe vermeiden: Brauche ich dieses Produkt wirklich oder lasse ich mich von irgendwem manipulieren?
- Bei Verbrauchsgütern wie Lebensmittel oder Kosmetik stellt sich die Frage wie, wo und unter welchen Produktionsbedingungen es hergestellt, wie es in den Laden transportiert und verpackt wurde: Wurden Ökologie, Tierschutz und soziale Aspekte berücksichtigt? Auf marktcheck.at wurden mehr als 3.000 Lebensmittel, Getränke und Kosmektika nach diesen Kriterien bewertet. Du kannst sie hier abfragen.
- Möbeln, Geräte oder Bekleidung zu produzieren ist sehr ressourcenaufwändig. Second-Hand-Produkte sind eine gute Alternative zum Neukauf. Manchmal ist es auch sinnvoll alte Geräte reparieren zu lassen anstelle sich gleich ein neues zu kaufen.
- Langlebige Produkte bevorzugen.
2. Bewusst essen
- Die Produktion tierischer Lebensmittel (Fleisch, Milch, Käse, Eier) hat einen enormen Ressourcenverbrauch und dramatische Auswirkungen auf das Klima. Daher pflanzliche Produkte bevorzugen. So können tierische Produkte durch pflanzliche ersetzt werden.
- Auf Saison, Herkunft, Produktionsweise und Verpackung achten: Gar nicht oder gering verpackte, unverarbeitete Bio-Produkte aus der Region den Vorzug geben, beispielsweise vom Bio-Hauszusteller. Welches Obst und Gemüse zurzeit Saison hat, kannst du in unseren Saisonkalendern nachlesen.
3. Schlau bewegen
- Flugreisen: Im Verkehrsmittelvergleich schneidet das Flugzeug am allerschlechtesten ab - der Ressourcenverbrauch ist und bleibt enorm. Fliege möglichst gar nicht oder nur sehr selten, wenn es sich nicht anders vermeiden lässt. Bevorzuge bei Reisen innerhalb Europas die Fahrt per Bahn.
- Oft zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, dies ist sehr ressourcenschonend und hilft dir gleichzeitig Geld zu sparen.
- Nutze für größere Distanzen öffentliche Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder Bim. Mit der Fahrplanabfrage "Scotty" der ÖBB kannst du einfach und schnell abfragen welche öffentlichen Verkehrsmittel von deiner Adresse zu einer bestimmten anderen Adresse unterwegs sind.
- Auto: Autofahrten möglichst reduzieren und nur fahren, wenn
- es eine Strecke länger als 5 km ist, die man nicht auch zu Fuß oder dem Fahrrad fahren kann.
- es kaum oder keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt.
- größere oder sperrige Gegenstände transportiert werden müssen, die in keinen öffentlichen Verkehrsmitteln Platz haben würden.
- möglichst alle Plätze im Fahrzeug von Mitreisenden besetzt sind, dh. möglichst nicht alleine fahren.
Auch Art der Wohnung und Wohnort haben einen maßgeblichen Einfluss auf den persönlichen Ressourcenverbrauch. Wer demnächst umziehen möchte, kann durch folgende Entscheidungen den persönlichen Fußabdruck drastisch reduzieren:
4. Optimiert wohnen ("wie im Fass")
- Wohnort mit guter Anbindung an öffentlichen Verkehr und andere Infrastruktur (Schulen, Läden, ÄrztInnen, etc.) wählen.
- Energiekennzahl des Gebäudes beachten: Dein Haus oder deine Wohnung sollte möglichst wenig Energie verbrauchen (wie z. B. ein Niedrigenergie- oder Passivhaus).
- Auf eine angemessene Wohnraumgröße achten: Optimal sind rund 30 m2 Wohnfläche pro Person im Haushalt.
- Ökostrom-Anbieter bevorzugen. Sie investieren in den Ausbau erneuerbarer Energieträger.
- Keine Geräte auf Standby laufen lassen, sondern komplett abschalten.
- Weitere Tipps zur Anschaffung oder Miete von Wohnung oder Haus findest du im Immobilien-Check
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Quelle: Greenpeace |