Synthetische Fasern werden aus nicht nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, doch es wird weniger als 1% des weltweit geförderten Rohöls dafür verwendet. Chemiefasern haben bereits einen Anteil von über 60% an der Weltfaserproduktion - Tendenz steigend. Der Großteil wird in Asien hergestellt. Bei Kunstfasern gibt es noch viel Spielraum diese umweltverträglicher herzustellen. Ohne sie wäre der Weltbedarf an Textilien im Bereich Bekleidung nicht zu decken.
Die wichtigsten Fasern:
- Polyester (PES)
- Polyamid (PA)
- Polyacryl (PAN)
- Elastan
Plastikmüll
Das Waschen von Kleidung aus Kunstfasern soll laut neuesten Untersuchungen problematisch Auswirkungen auf unsere Umwelt haben. Der britische Forscher Mark Browne fand heraus, dass synthetische Textilien beim Waschgang winzig kleine Plastikpartikel verlieren. Pro Kleidungsstück können das bis 1900 Fasern sein. Über das Abwasser gelangen sie in die Flüsse und dann ins Meer, wo sie einen Großteil der Plastikverschmutzung ausmachen. Die Partikel aus Acryl, Polyester & Co können chemische Substanzen enthalten, die durch Meeresorganismen über die Nahrungskette wieder zum Menschen gelangen - mit ungewissen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Quelle: Textil-Fibel des deutschen Greenpeace Magazins, Greenpeace-Magazin (2.12) |