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Greenpeace-Protest gegen BP

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16.06.2010
Greenpeace-Appell bei Tankstellen-Protest: BP - NEIN TANKE!

Greenpeace-Transparent BP - NEIN TANKE! vor BP-Tankstelle

Mit dem Slogan "BP – NEIN TANKE" protestierten zwanzig Greenpeace-AktivistInnen bei der BP-Tankstelle am Schwedenplatz in Wien, um auf den unverantwortlichen Umgang mit der Ölpest im Golf von Mexiko aufmerksam zu machen.

 

Greenpeace startet einen Aufruf an alle AutofahrerInnen, nicht mehr bei BP zu tanken – so lange:

  • das Ölloch nicht abgedichtet ist,
  • die von der US-Regierung geforderten zwanzig Milliarden Dollar nicht auf ein Treuhandkonto überwiesen und
  • die Tiefsee-Ölbohrungen nicht gestoppt sind.

Vor Ort werden PassantInnen und AutofahrerInnen mittels Flugblättern informiert und zum Konsumverzicht bei BP aufgerufen.

Die Lehren aus der Vergangenheit

BP-Konzernchef Tony Hayward hat vor kurzem angekündigt, die Kosten für die entstandenen Schäden zu übernehmen.

"Angesichts der Erfahrungen mit der Exxon-Valdez-Katastrophe im Jahr 1989, stehen wir Zusagen von Ölkonzernen höchstgradig skeptisch gegenüber", führt Jurrien Westerhof, Energiesprecher von Greenpeace, aus. Damals hatte Esso versichert, alle Schäden zu bezahlen. Von rund fünf Milliarden Dollar Strafzahlung blieben nach zwanzig Prozessjahren nur noch eine Milliarde Dollar übrig.

Zwanzig Milliarden Dollar auf Treuhandkonto
Nun fordert Greenpeace, dass BP den Wahrheitsbeweis antritt und als erste Sofortmaßnahme die von der US-Regierung geforderten zwanzig Milliarden Dollar auf ein Treuhandkonto einzahlt. Von diesem Konto sollen die bis jetzt absehbaren Kosten, etwa für die Küstenreinigung oder für die Entschädigung der Fischer, übernommen werden.

 

Leck abdichten und Tiefseebohrungen einstellen
Greenpeace fordert BP auf, das Leck sofort abzudichten und alle Tiefsee-Ölbohrungen umgehend zu stoppen. Denn mit dem Schwinden der leicht zu fördernden Vorräte muss die Ölindustrie immer öfter Quellen in der Tiefsee, im Polarmeer oder im Teersand anzapfen, die nur unter schwierigsten Bedingungen und gewaltigen Kosten erschließbar sind.


BP - NEIN TANKE! bis Forderungen erfüllt sind
Nach wie vor laufen Tag für Tag Millionen Liter Erdöl aus dem Bohrloch der zerstörten Ölplattform „Deepwater Horizon“ ins Meer, ein Ende ist nicht in Sicht. Bis die Forderungen erfüllt sind, ruft Greenpeace die AutofahrerInnen dazu auf, ihre Tanks nicht länger bei einem Unternehmen zu befüllen, das diese Katastrophe verursacht hat.

 

Polizeiliche Räumung

Nach dem rund 2stündigen Protest hat BP veranlasst, dass die friedliche Demonstration durch die Polizei auflöst und die AktivistInnen geräumt wurden.

 

Zum Nachlesen:

 

Mehr Informationen zum Thema auf den Seiten von Greenpeace:

 

Quelle: Greenpeace

 

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Die Antwort des BP-Geschäftsführers in Österreich auf die Greenpeace-Protestmails.