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Biotreibstoffe

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Urwaldabholzung für Österreichs 'Biosprit'?



Holzplatz, Mahakam river, Ost Kalimantan.

Seit dem 1. Oktober 2005 wird in Österreich Agrodiesel dem fossilen Diesel beigemischt. Ziel ist, die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr zu reduzieren.

Die steigende Nachfrage nach Öl aus pflanzlichem Ursprung wirkt sich aber sehr negativ auf die tropischen Regenwälder in Südostasien aus. Denn hier entstehen immer mehr Palmölplantagen, um Palmöl für den Export nach Europa zu produzieren. Das geht nicht nur auf Kosten des Urwald-Ökosystems, auch führt die Abholzung zu sehr hohen CO2-Emissionen. Ursachen sind die Abholzung der Waldflächen und die Emissionen aus den Böden.

Berechnungen ergeben, dass nur durch die Zunahme der österreichischen Palmölimporte von 2003 bis 2006 ca. 5.000 ha Regenwald abgeholzt wurden, wodurch ca. 5 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt wurden. Dazu kommt, dass viele Plantagen auf Torfböden errichtet werden. Durch Oxidation des Bodens entsteht dadurch jährlich eine Zunahme der CO2-Emissionen von ca. 120.000 Tonnen, oder 8 kg pro Liter Palmöl.

Was so als Klimaschutz verkauft wird, führt also unterm Strich zu höheren Treibhausgasemissionen, und verstärkt somit den Klimawandel.

Marktanteil
Herkunft
Palmöl
Bioethanol
Zusammenfassung

Greenpeace ist nicht grundsätzlich gegen die Nutzung von Biotreibstoffen. Sie können einen positiven Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung liefern.

 

Derzeit wird aber oft ignoriert, dass bestimmte Biotreibstoffe unter dem Strich eine sehr negative Umweltauswirkung haben. Hier geht es in erster Linie um Palmöl sowie auch um Ethanol aus Zuckerrohr – Rohstoffe, die aus tropischen Staaten importiert werden müssen, und die auf ehemaligen Urwaldflächen erzeugt werden.

 

Sofern ökologisch verträglich produziert, können Biotreibstoffe durchaus eine positive Rolle in der Energieversorgung spielen. Auch die positive Wirkung der gestiegenen Nachfrage nach Agrarprodukten auf die Preise, und somit auf die Bauerneinkommen, soll nicht ignoriert werden. Hiervon profitieren nicht nur Bauern in Europa oder Nordamerika, sondern auch in Dritte-Welt-Staaten, und es bremst zum Beispiel die Landflucht.

 

Biotreibstoffe werden aber nie im Stande sein, den derzeitigen Treibstoffbedarf zu decken. Wirklich sinnvolle Maßnahmen setzen aus diesem Grund auch nicht bei den Treibstoffen an, sondern sorgen dafür, dass Mobilität insgesamt effizienter stattfindet und Fahrzeuge sparsamer werden. In diesen Bereichen ist sehr viel zu erreichen. Vom dann noch verbleibenden Treibstoffbedarf kann ein Teil mit Biotreibstoffen gedeckt werden.

 

Auch müssen wir uns bewusst sein, dass die Unterschiede in der Effizienz zwischen den verschiedenen Biotreibstoffen sehr groß sind. So ist die CO2-Einsparung mit Biodiesel aus Raps viel geringer als die Erzeugung von Biogas auf der gleichen Fläche. Auch ist der stationäre Einsatz von Biotreibstoffen (in z.B. Gebäudeheizung) oft effizienter als die Verwendung im Verkehrssektor.

 

Quelle: Greenpeace 

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Weitere Infos auf greenpeace.at

Angriff auf das grüne Herz Afrikas: Internationale Holzkonzerne verursachen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in großem Umfang soziales Chaos und ökologische Verwüstung.

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