Wer eine herkömmliche Reise bucht ist häufig erstaunt, wie wenig Verantwortung Hotel oder Veranstalter für Umwelt und Menschen übernehmen. Nachfolgende Beispiele zeigen, dass es auch anders gehen kann.
Klimaschonend verreisen
Die Reise per Bahn anzutreten spart nicht nur eine Menge CO2, sondern ist auch gemütlich. Man spart sich den Stau sowie unnötige Wartezeiten und Sicherheitskontrollen am Flughafen. Bei längeren Distanzen empfiehlt sich die Reise im Liege- oder Schlafwagen. Man kommt am nächsten Morgen ausgeruht am Urlaubsort an. Besonders bequem ist das Haus-zu-Haus-Service der ÖBB für Gepäck. Wer seine Reise zeitgerecht im Voraus bucht, in der Gruppe reist oder über eine Vorteilscard verfügt kann überdies noch von günstigen Preisen profitieren.
Sanfter Urlaub in Österreich
Das Umweltzeichen ist ein staatliches Gütesiegel, das nicht nur für Produkte, sondern auch für österreichische Tourismusbetriebe vergeben werden kann.
Es gibt Tourismusinitiativen, an dem nicht nur Hotels, sondern ganze Urlaubsregionen beteiligt sind wie beispielsweise die KäseStrasse Bregenzerwald, die Waldviertler Xundheitswelt, die Alpine Pearls sowie die Gemeinden Werfenweng und Bad Hofgastein. Sie fördern sanften Tourismus.
Wer die Umgebung wandernd erkundet ist sehr klimafreundlich unterwegs. Spezialist für sanfte Wanderreisen ist die Firma Weltweitwandern. Sie wurde als erster Reiseveranstalter mit einem CSR-Gütesiegel für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet.
Bio-Hotels
Die Bio-Hotels sind eine Verein von Hotelbetrieben in Österreich und Deutschland. Es gibt auch eine kleine Zahl an Hotels aus der Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich und Irland. Sie arbeiten nach den Grundlagen der EU-Bio-Verordnung sowie nach eigenen Richtlinien. Viele dieser Hotels fördern eine klimafreundliche Anreise per Bahn und holen die Gäste kostenlos vom nächsten Bahnhof ab.
Das "forum anders reisen"
Im Jahre 1998 schlossen sich in Deutschland einige kleine und mittelständische Reiseveranstalter unter dem Namen "forum anders reisen e.V." als Verband zusammen und gaben sich ein gemeinsames Leitbild: Die Mitglieder des forum anders reisen streben eine Tourismusform an, die langfristig ökologisch tragbar, wirtschaftlich machbar sowie ethisch und sozial gerecht für ortsansässige Gemeinschaften sein soll (nachhaltiger Tourismus). Alle Urlaubsangebote dieser "etwas andern" Veranstalter sind zwar noch nicht in ökologischer und sozialer Hinsicht "perfekt", doch der Ansatz dieses Verbandes und ähnlicher Veranstalter weist in die richtige Richtung.
Fair Trade- und andere Begegnungsreisen
Woher kommt mein Fair Trade-Kaffee? Wie leben die Bauern und Handwerker in Guatemala, Costa Rica und Nicaragua? Unter welchen Umständen werden Schnittblumen in Ecuador, einem der weltweit größten Exportländer, eigentlich erzeugt? Und welche Auswirkungen hat die intensive Landwirtschaft in Andalusien, einer der trockensten Regionen Europas?
Wer im Rahmen einer Reise hinter die Kulissen des weltweiten Handels blicken und auch erfahren möchte, wie durch Fair-Trade ein besseres Leben für viele Menschen möglich wird, sollte unbedingt die themenorientierten Begegnungsreisen auf den Websites von ConnectingWorlds, FairReisen und fairtours unter die Lupe nehmen. Der auf Lateinamerika spezialisierte Reiseveranstalter avenTOURa Reise & Begegnung, legt, wie der Name schon sagt, viel Wert nicht nur auf die sozial- und umweltverträgliche Gestaltung seines Reiseangebots, sondern möchte den Gäste auch einen Einblick in die vielfältigen Realitäten des bereisten Landes geben.
Linktipps:
Weitere Informationen zu Fairem Reisen
Quelle: respect, FAIRTRADE, Greenpeace |