So kannst du mithelfen das Abwasser zu entlasten:
- Keine Speisereste ins Abwasser geben. Rohe pflanzliche Abfälle gehören in die Biotonne, tierische Speisereste in den Restmüll.
- Keine Putz- und Hygienemittel (alte Putzfetzen, Windeln, Binden, Watte, Kondome) in die Toilette werfen
- Keine Farben, Lacke, Lösungsmittel usw. ins Abwasser schütten, sondern bei den Problemstoffsammelstellen abgeben
- Keine entflammbaren, giftigen Stoffe oder alte Medikamente ins Abwasser. Auch sie gehören zu den Problemstoffen.
- Altöl, ob aus Autos, Friteusen oder Bratpfannen, gehören nicht ins Abwasser. Öl auch niemals im Boden versickern lassen.
1 Liter Mineralöl verseucht 1 Million Liter Wasser. Auch pflanzliche Öle verseuchen Wasser, wenn auch in geringerem Ausmaß. - Möglichst wenig Spülmittel oder scharfe Putzmittel verwenden. Sie enthalten oft agressive chemische Substanzen, die den Wasserkreislauf erheblich belasten.
Stoffe wie Öle, Katzenstreu, Fotochemikalien oder Desinfektionsmittel haben in der Toilette nichts verloren. Sie verschwinden zwar mit der Spülung aus unserem Blickfeld, aber aus der Welt sind sie nicht.
Diese Abfälle können den Kanal verstopfen, die Reinigungsleistung der Kläranlage beeinträchtigen und Fische und andere Wasserlebewesen schädigen. Viele Chemikalien werden bei großen Abwasserreinigungsanlagen entsprechend verdünnt. Im Falle von Kleinkläranlagen ist jedoch beim Einsatz von Haushaltsreinigern und Chemikalien besondere Umsicht geboten. Die Reinigungsleistung kann vollkommen zum Stillstand kommen und die Anlage muss dann saniert werden.
Im Haushalt sollten sie generell möglichst umwelt- und gesundheitsschonende Produkte verwenden. Eine Auswahl solcher Reinigungsmittel findest du hier.
Umweltgefährlich wird die Toilettenspülung beispielsweise, wenn Beckensteine verwendet werden, die mit den Risikosätzen "R52/53 Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben" gekennzeichnet sind. Kaum ein anderes Reinigungsmittel trägt diesen Risikosatz und es ist umso bedenklicher, da diese Produkte ja bestimmungsgemäß bei jeder Betätigung der Toilettenspülung ins Wasser entlassen werden. Deshalb: Hände weg von Beckensteinen!
Quelle: "die umweltberatung", Wiener Wasserwerke |