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3. Cloud Computing Report

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17.04.2012
3. Cloud Computing Report

Dritter Cloud Computing Report

Dritter Cloud Computing Report

Greenpeace hat seinen dritten Cloud Computing Report veröffentlicht. Er bewertet, welche Energie führende IT-Unternehmen verwenden. Besonders negativ fallen Apple, Amazon und Microsoft auf, die auf Strom aus Kohle- und Atomkraft setzen.

 

Dunkle Wolke 

Das zurzeit explosionsartig steigende Angebot an Cloud Computing-Anwendungen durch große IT-Unternehmen treibt die Nachfrage nach Strom aus Kohle- und Atomkraft an. Das sind die Ergebnisse des dritten Greenpeace Cloud Computing Reports “How Clean is Your Cloud?”.

> Download des Reports

 

Apple, Amazon und Microsoft fallen negativ auf

“Weltweit werden überall Musik oder Fotos über die virtuelle Wolke geteilt. Von innovativen und profitable Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft wäre eigentlich zu erwarten, dass auch die Stromproduktion für ihre Rechenzentren auf innovative Weise erfolgt und nicht in Form von Steinzeit-Technologien wie Kohle- und Atomkraft,” sagt Claudia Sprinz, Elektronik-Experin von Greenpeace.

 

Was bewertet wurde

Der Report bewertet 14 weltweit führende Cloud Computing-Anbieter sowie deren Lieferkette zur Elektrizitätsversorgung von mehr als 80 Rechenzentren hinsichtlich

  • deren Transparenz zum Energieverbrauch der Rechenzentren,
  • den Standortentscheidungen für ihre Infrastruktur,
  • ihren Strategien zur Verringerung von Strom aus fossilen oder nuklearen Energieträgern sowie
  • auch erstmals deren Investitionen in Erneuerbare Energieträger und ihr politisches Engagement.

 

Fortschritt nur bei wenigen 

Im Vergleich zum letzten Report ist die Kluft innerhalb der IT-Branche größer geworden: Einige wenige wie Google, Yahoo und Facebook setzen auf Erneuerbare Energieträger, während die große Mehrheit ähnlich wie Apple, Amazon und Microsoft den Energiehunger ihrer Rechenzentren mit Kohle- und Atomkraft stillt.

 

Enormer Energiehunger

Einige dieser Rechenzentren sind so riesig, dass sie vom Weltall aus gesehen werden können und so viel wie Energie wie 250.000 europäische Haushalte benötigen. Wenn die Cloud ein Land wäre, hätte dieses den weltweit fünfthöchsten Stromverbrauch, rechnet der Greenpeace-Report vor. Dieser werde sich bis 2020 noch verdreifachen.

 

Effizienz ist zu wenig 

“Energieeffizienz hat bei vielen Cloud-Anbietern oberste Priorität – allerdings nicht aus ökologischen, sondern aus Kostengründen. Doch über die Art und die Menge des von ihnen verbrauchten Stroms herrscht oft Intransparenz. Ihre Kunden und Kundinnen haben jedoch ein Recht darauf zu erfahren, ob Kohle- und Atomkraft oder Erneuerbaren Energieträgern zum Einsatz kommt. Darüber hinaus sollten sie, ebenso wie Google & Co, in Erneuerbare Energieträger investieren, denn auch diese macht sich langfristig bezahlt”, fordert Claudia Sprinz.

 

Auswirkungen auf die Gesellschaft

“Zudem ist es an der Zeit, dass diese Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, denn als großer Stromkunde können sie die Energieversorgung von Regionen in positiver Weise beeinflussen,” so Sprinz abschließend.

 

Was jede/r tun kann

 

Weiterlesen:

 

Quelle: Greenpeace

Download Report

1204_HowCleanisYourCloud.pdf
Internationaler Cloud Computing Report "How Clean is Your Cloud", 52 Seiten, Stand: April 2012. Zum Betrachten wird der Adobe Reader benötigt.
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