Was bezweckt marktcheck.at mit dem Check der Ostereier?
Ein Ziel von marktcheck.at ist es den VerbraucherInnen mehr Informationen über die Produkte zu geben, die sie täglich kaufen. Auf marktcheck.at finden sie Infos, die ihnen auf der Verpackung nicht zur Verfügung stehen und zu denen sie gar nicht oder nur schwer Zugang haben. marktcheck.at bietet somit den KonsumentInnen eine zusätzliche Entscheidungshilfe für ihren Einkauf. Dies ist auch beim Check der Ostereier der Fall.
Wie wurde recherchiert?
Im März 2012 waren MitarbeitInnen von Greenpeace in Wien unterwegs und haben verpackte Ostereier in folgenden Geschäften gekauft: Denn's, Billa, Hofer, Interspar, Lidl, Meinl am Graben, Merkur, Penny Markt und Zielpunkt. Weiters wurden Testkäufe und Recherchen bei Filialen der folgenden Bäckereien durchgeführt: Anker, Der Mann, Felber, Geier, Gradwohl, Grimm und Ströck.
Wissen die Firmen, dass ihre Produkte in der marktcheck.at Datenbank erfasst und bewertet sind? Ja, das Anschreiben von Vertreibern/Herstellern ist logischer Bestandteil des marktcheck.at Prozesses zum Neueintrag von Produkten in die Datenbank und wird immer in gleicher Form durchgeführt.
Auch die Bäckereien wurden am 8. März von Greenpeace angeschrieben. Rückmeldungen gab es von drei Bäckereien: Die Antworten von Anker, Geier und Felber ließen Fragen offen oder warfen neue auf. Die Zusammenfassung der Ergebnisse von den Recherchen bei den Wiener Bäckereien sind im Ostereier-Check nachzulesen.
Wie funktioniert die Produktbewertungen auf marktcheck.at? marktcheck.at stellt Informationen zu Lebensmitteln und Kosmetika (Bewertung von Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspekten), Firmen, Gütesiegeln und Inhaltsstoffen kostenlos zur Verfügung.
Grundlage der Bewertung der Inhaltsstoffe ist die Inhaltsstoffdatenbank, die sämtliche Lebensmittelzusatzstoffe mit Informationen zu den jeweiligen Stoffen (Verwendungszweck, Wirkung, Einstufung) enthält. Sie wird von den Greenpeace ChemikerInnen regelmäßig entsprechend aktueller Forschungsergebnisse überarbeitet und angepasst.
Welche problematischen Farbstoffe wurden bisher zur Färbung eingesetzt?
In den letzten Jahren hat marktcheck.at immer wieder den Einsatz bedenklicher Farbstoffe bei der Produktion der Ostereier kritisiert. Leider immer noch nicht vom Markt verschwunden ist der rote Farbstoff E 127: * E 127, Erythrosin wird als roter Farbstoff verwendet und kann Allergien auslösen. Unter bestimmten Bedingungen können nierenschädigende Umwandlungsprodukte entstehen. Erythrosin steht im Verdacht durch die Beeinflussung der Schilddrüse und des Nervensystems an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms bei Kindern beteiligt zu sein. Im Tierversuch erhärtete sich der Verdacht einer Beeinflussung der Schilddrüsenhormone, teilweise gefolgt von krebsartigen Veränderungen. Eine neuere Studie konnte ebenfalls hormonelle Effekte nachweisen. Ist in der EU als "gesundheitsschädlich beim Verschlucken" eingestuft. E 127 ist in der marktcheck.at-Datenbank "Rot" ("Ungenügend") bewertet.
Dieser Lebensmittel-Zusatzstoff ist in Österreich nach wie vor erlaubt und bedauerlicherweise in manchen Produkten in unseren Supermärkten zu finden.
Warum sind heuer alle Oster-Eier bei Gentechnik gut bewertet?
Seit 2010 setzt die großen österreichischen Geflügelproduzenten bei der Eierproduktion kein Gentechik-Futter mehr ein. Für frische Eier aus dem Ausland bzw. bei verarbeiteten Produkten (mit Eiern als Zutat) trifft dies leider zumeist nicht zu. Im Handel wurden bei diesem Oster-Check nur Eier aus Österreich gefunden, diese trugen teilweise auch das grüne Siegel "Ohne Gentechnik hergestellt".
Bio-Ostereier sind - wie alle Bio-Produkte - garantiert Gentechnik-frei.
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Mehr Informationen:
Die Wirkungen sämtlicher in Österreich erlaubten Lebensmittelzusatzstoffe sind in der abrufbar; zum Log-In:
Quelle: Greenpeace |