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 Cover des Greenpeace Fisch-Ratgebers 2012
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Die Krise in den Meeren spiegelt auch die von Greenpeace heute veröffentlichte Neuauflage des Fisch-Ratgebers wider: Von 380 untersuchten Fischereien und Fischzuchten stuft Greenpeace den Großteil als „nicht empfehlenswert“ ein.
Grundsätzlich meiden sollte man Tiefseefischarten wie Hoki und Rotbarsch, aber auch den beliebtesten Speisefisch Alaska-Seelachs, der in vielen Fischstäbchen und Schlemmerfilets steckt.
Die gute Nachricht: Für die meisten Arten gibt es empfehlenswerte Alternativen, je nach Fangregion oder Fangmethode. Greenpeace kritisiert jedoch die schlechte Konsumenteninformation und fordert von Handel und Fischindustrie, ihre Produkte endlich vollständig zu kennzeichnen.
Kennzeichnungspflicht notwendig
„Verpackungen ohne lateinischen Artnamen oder ohne Angabe des genauen Fanggebietes sind eine Zumutung und lässt KonsumentInnen im Trüben fischen. KundInnen sollten beim Verkaufspersonal immer nachhaken. Der Fischindustrie ist die lückenhafte Kennzeichnungspflicht oft sehr recht, denn wer kauft schon Fischstäbchen, auf denen als Fangmethode umweltschädliche Grundschleppnetzfischerei ausgewiesen ist“, so Greenpeace-Meeresexpertin Antje Helms und verweist als Orientierungshilfe auf den Greenpeace-Ratgeber, der in Österreich verkaufte Fischprodukte unter die Lupe nimmt.
(Noch) empfehlenswert
Bedenkenlos können beispielsweise heimische Karpfen, Forellen und Saiblinge gekauft werden – insbesondere wenn sie aus österreichischer Bio-Zucht kommen. Auch Hering und Makrele sind weitgehend empfehlenswert – einige überfischte Bestände sollte jedoch vermieden werden wie etwa Hering aus der Ostsee. Gute Nachrichten gibt es auch für Tunfisch-Begeisterte: „Das Angebot für nachhaltig gefangenen Dosentunfisch wächst stetig. Dieses Jahr kommen weitere Markenhersteller mit Skipjack-Tunfisch aus umweltfreundlicher Angelfischerei auf den Markt“, freut sich Helms über die erfolgreiche Greenpeace-Tunfischkampagne.
Fisch-Konsum in Österreich
Durchschnittlich verzehrt jede/r ÖsterreicherIn etwa 14 Kilogramm Fisch im Jahr (Fanggewicht). Durch das Einkaufsverhalten hat dabei jede/r Einzelne die Möglichkeit aktiv zum Schutz der Meere beizutragen. „Es gelten drei einfache Regeln, mit denen KonsumentIn viel für den Schutz der Meere tun können: Seltener Fisch essen, mithilfe des Greenpeace-Ratgebers bewusst Fisch aus nachhaltiger Herkunft kaufen und bei Produkten mit mangelnder Kennzeichnung den Handel darauf hinweisen“, so Helms.
Europäische Fischereipolitik
Bis Ende 2012 soll das politische Instrument der Fischerei in Europa, die Gemeinsame Fischereipolitik der EU, reformiert werden. VerbraucherInnen können viel zu einer umweltfreundlichen Fischerei für Europa beitragen: „Je größer die Nachfrage nach nachhaltig gefangenem Fisch, desto größer der Druck: Auf die Fischereiindustrie, die ihre Fangmethoden ändern muss, auf den Handel, der im Interesse seiner Kunden für ein gute Kennzeichnung der Produkte sorgen muss und auf die Politiker, die sich für ein umweltschonendes Regelwerk einsetzen müssen,“ appelliert Antje Helms an die KonsumentInnen.
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Quelle: Greenpeace |