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 Das Foto zeigt Raoni, den Häuptling des Kayapó-Stammes - einem Indianervolk des Amazonasgebiets im brasilianischen Mato Grosso.
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Am 1. März stellte die Andritz AG ihre finanzielle Bilanz für 2011 vor und hat dabei hohe Gewinne ausgewiesen. Dies geschieht auf Kosten von Mensch und Umwelt, wie die Beteiligung von Andritz am zurzeit wohl umstrittensten Staudammprojekt weltweit, dem Belo Monte Projekt in Brasilien, zeigt.
Das Mega-Kraftwerk
Belo Monte wäre mit einer Leistungskapazität von 11.233 Megawatt das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt, nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem binationalen Itaipú-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay. Rund 500 Quadratkilometer Fläche sollen überflutet werden.
Dabei sollen zigtausende Menschen umgesiedelt werden. Und durch die Zerstörung Ihres Lebensraums drohen tausende Tierarten auszusterben. "Andritz hat sich zu einem der rücksichtslosesten Firmen der Branche entwickelt. Sie beteiligen sich selbst an Projekten, von denen Regierungen abraten und selbst Mitkonkurrenten Abstand nehmen", so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich.
Beteiliung am türkischen Ilisu-Staudamm
Ein Beispiel dafür ist auch das Ilisu Staudammprojekt in der Türkei. Nach zweijähriger Untersuchung empfahlen Deutschland, Österreich und die Schweiz den Ausstieg. Alle europäischen Banken und Baufirmen folgten der Aufforderung, nur Andritz widersetzte sich und verkündete Mitte 2010 stolz, "Den größten Auftrag der Geschichte" (Andritz Hydro News Nr.18). Vom Leid der 65.000 Menschen, die ihre Heimat verlieren, vom Untergang Hasankeyfs und von der Zerstörung einmaliger Kultur- und Naturlandschaften war keine Rede.
Internationale Protest gegen Andritz-Projekte
Grund für die weltweiten Proteste gegen das Unternehmen sind auch folgende umstrittenen Projekte der Andritz AG:
- der Ilisu-Staudamm in der Türkei
- die Zellstofffabrik in Tasmanien,
für die 200.000 Hektar Wald gerodet werden sollen.
Laut Kathpress und der österreichischen "Dreikönigsaktion" ist die Protestbewegung mittlerweile auf 233 Organisationen aus 29 Ländern angewachsen. Erst im Jänner sei an die Interamerikanische Menschenrechtsorganisation appelliert worden, den Baustopp zu bewirken. Unterstützt werde die Bewegung auch durch viele Prominente wie etwa den britischen Sänger Sting und den US-Regisseur James Cameron. Einer der engagiertesten Kämpfer gegen das Vorhaben ist der aus Vorarlberg stammende Bischof Erwin Kräutler.
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Quelle: Greenpeace |