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Fasten einmal anders

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21.02.2012
Auf zum Schnitzel- und Autofasten!

Eine Erbse auf einem Teller

Jetzt ist die richtige Zeit, um wieder mal Neues auszuprobieren oder zu schauen, was eine kleine Änderung des Konsumverhaltens bewirken kann. Die folgenden zwei Fasten-Empfehlungen sind nicht nur der Gesundheit des Menschen zuträglich - sie lassen auch die Umwelt spürbar aufatmen.

 

1. Schnitzel-Fasten

 

Beim Fleischessen sind die ÖsterreicherInnen an der europäischen Spitze. Laut dem österreichischen Ernährungsbericht isst jeder hierzulande täglich durchschnittlich bis zu 155 Gramm Fleisch und Fleischprodukte - das ist gut dreimal mehr, als von ErnährungsexpertInnen empfohlen wird.


Ohne Fleisch geht’s auch


Gerade die Fastenzeit bietet die Möglichkeit, genussvolles Essen ohne Fleisch auszuprobieren. Nährstoffreiche Alternativen wie die große Vielfalt an Hülsenfrüchten, Getreide, Sojaprodukten, Obst und Gemüse helfen den Bedarf an Protein, Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Stark im Kommen sind sogenannten Teilzeitvegetarier: Sie reduzieren ihren Fleischkonsum und verzichten bewusst auf das tägliche Fleischmenü.

Übrigens: Wenn schon Fleisch & Co am Teller - dann am besten bio!


Fleischfasten schützt das Klima


Tierische Lebensmittel verursachen eine weitaus höhere Klimabelastung als pflanzliche. Der Energie- und Flächenverbrauch für die Produktion von Fleisch ist um ein Vielfaches höher als für die gleiche Menge Getreide oder Gemüse. Die Hauptursache liegt da vor allem in den sogenannten Veredelungsverlusten. Denn je nach Tierart gehen bei der Umwandlung von pflanzlichen Futtermitteln in tierische Lebensmittel etwa 70 bis 90 Prozent der in Futtermitteln enthaltenen Kalorien bzw. des vorhandenen Proteins verloren. Dies bedeutet eine große

Verschwendung kostbarer Ressourcen.

 

Auswirkungen auf Nahrungsverteilung

 

Verheerend sind die Auswirkungen unseres Heißhungers auf Fleisch in Hinblick auf die Welternährungssituation. Aktuelle Schätzungen gehen derzeit von mehr als einer Milliarde hungernder Menschen weltweit aus. Gemessen an der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche werden unglaubliche 80 Prozent für die Viehproduktion und den Futtermittelanbau - hauptsächlich in südlichen Ländern - verwendet. Dabei machen tierische Lebensmittel nicht einmal 20 Prozent der weltweiten Nahrungsenergieversorgung ausmachen. Die Flächen, auf denen Tierfutter wie Getreide, Mais und Soja angebaut wird, könnten um ein Vielfaches effizienter für die menschliche Ernährung in Form von Pflanzen verwendet werden.

 

2. Autofasten

 

36 Kilometer pro Tag fährt im Schnitt ein heimischer Autofahrer und braucht dafür 2,5 Liter Sprit. Auch der VCÖ unterstützt die Initiative "Autofasten" der Katholischen und Evangelischen Kirche. "Autofahrer, die in der Fastenzeit das Auto stehen lassen, ersparen sich im Schnitt zwei 50-Liter-Tankfüllungen und rund 140 Euro. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und vermeiden rund 250 Kilogramm CO2", stellt VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek fest.

Das Einsparungspotenzial beim Autofahren ist groß, wie das durchschnittliche Fahrverhalten zeigt: Jede elfte Autofahrt in Österreich ist kürzer als ein Kilometer, jede zweite kürzer als fünf Kilometer und zwei Drittel sind kürzer als zehn Kilometer.

 

Zumeist sitzt bei den Autofahrten zum Arbeitsplatz nur eine Person im Auto: Der durchschnittliche Besetzungsgrad beträgt lediglich 1,07 Personen pro Pkw. Um den Beschäftigten den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, fordert der VCÖ die Einführung eines Öffi-Jobtickets in Österreich nach Vorbild Deutschlands.

 

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Link-Tipps:

 

Quelle: die umweltberatung, VCÖ

 

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