Während in Österreichs Supermärkten das Fleisch kranker Gänse aus ungarischen Käfigbatterien nicht mehr verkauft wird, sieht es in der Gastronomie anders aus: in der scheinbaren Anonymität verschwinden Unmengen des minderwertigen Stopffleisches der Stopfleberindustrie. Gerade jetzt zu Martini ist deshalb besondere Vorsicht angebracht.
Tierquälerische Produktion in Österreich verboten Die Stopfmast, die in Österreich streng verboten ist, produziert jährlich Millionen kranker verfetteter Gänse. Die Tiere werden mehrmals täglich mit Gewalt gestopft, bis die Leber völlig verfettet und zehnfach angeschwollen ist. "Diese Tiere sind todkrank und das Fleisch gehört eher in den Sondermüll als auf den Teller", so der Vier Pfoten-Kampagnenleiter Marcus Müller. Zusätzlich werden viele der Gänse vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit den Daunen der Tiere zu machen. Dabei werden die Gänse brutal zwischen den Beinen eingeklemmt und bei vollem Bewusstsein völlig kahl gerupft und dabei schwer verletzt.
Fleisch kranker Tiere in der österreichischen Gastronomie Das Fleisch dieser armen Kreaturen landet inzwischen fast ausschließlich in der Gastronomie, weshalb Vier Pfoten die Gastronomieverbände auffordert, ein klares Zeichen für den Tierschutz zu setzen und sich zu den strengen heimischen Gesetzen zu bekennen. Diese werden durch die Fleischbeschaffung aus den ungarischen Stopfmastfarmen umgangen. Dabei gibt es längst Alternativen: in den Hauptproduktionsländern Ungarn und Polen verzichten bereits genügend Produzenten auf Stopfmast und Lebendrupf.
Tipp für engagierte KonsumentInnen
Allen, die vor Ort auf die Missstände aufmerksam machen
- Fragen Sie nach, aus welchem Land bzw. aus welcher Haltungsform die Gänse stammen.
- Und lassen Sie sich gegebenenfalls in Restaurants, Gasthäusern oder anderen Gastronomiebetrieben auch die Packung mit dem Produzenten und dessen EWG-Nummer zeigen.
"Weigert sich der Wirt oder kontert mit Ausreden, ist die Herkunft aus Tierquälerei sicher", so Marcus Müller von VIER PFOTEN.
Informations-Material der Vier Pfoten Vier Pfoten stellt ständig aktualisierte Listen mit positiven und negativen Produzenten online. So können alle Interessierten sofort feststellen, was zu Martini wirklich aufgetischt wird.
Auf marktcheck.at:
Quelle: Vier Pfoten |