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Lobau-Autobahn: ein Milliardengrab?

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13.10.2011
Greenpeace fordert Aus für desaströses Asfinag-Projekt

Ein Playmobil-Indianer fordert "Keine Autobahn"

Die Umweltorganisation Greenpeace übt scharfe Kritik an den gestern angekündigten Plänen der Asfinag zur Errichtung der Lobau-Autobahn und bezeichnet das Projekt als ökologisches und finanzielles Desaster. Nach Angaben der Asfinag soll das Projekt 1,8 Milliarden Euro kosten.

 

Tatsächliche Kosten?

„Abgesehen vom ökologischen Schaden, den der Bau der Lobau-Autobahn verursachen würde, ist die Kosteneinschätzung der Asfinag höchst unseriös. Alleine der Lobau-Tunnel, das Herzstück dieses Projektes, ist mit mindestens 300.000 Euro pro Meter anzuberaumen", so Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof.


Zukunft statt Autobahn
Greenpeace ist Teil der Plattform „Zukunft statt Autobahn“, die sich gegen die Errichtung der Lobau-Autobahn ausspricht. „Die Errichtung der Lobau-Autobahn ist nicht nur aus Umweltschutzperspektive ein Wahnsinn sondern auch für österreichische Steuerzahler ein blanker Hohn: Wir haben bereits eine der höchsten Autobahndichten weltweit. Das Geld würde in anderen Bereichen wesentlich besser aufgehoben sein“, so Westerhof.

Gefährdung der österreichischen Bonität

Der Greenpeace-Sprecher weist darauf hin, dass die Lobau-Autobahn nicht nur die Natur, sondern auch die österreichische Wirtschaft nachhaltig ins Wanken bringen könnte.

"Derzeit sind die Asfinag-Schulden aus dem Budget ausgegliedert. Im Falle, dass zukünftig ausgelagerte Schulden dem Staat angerechnet werden müssen, gefährden die ausufernden Infrastrukturkosten die Bonität von Österreich massiv. Die österreichische Kreditwürdigkeit würde dann jener gleichen, die Italien derzeit hat", so Westerhof und fordert gemeinsam mit der Plattform "Zukunft statt Autobahn" das Aus für das Projekt Lobau-Autobahn.

 

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Quelle: Greenpeace

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