Ob Marillen, Sonnenblumen oder Paradeiser – sie können nur wachsen, wenn die Bienen beim Sammeln von Nektar und Pollen die Blüten bestäuben. Grund genug für "die umweltberatung" und die „Biene Österreich“, mit dem neuen Poster „Vielfalt der Bienen“ auf die Bedeutung und Gefährdung der Wild- und Honigbienen hinzuweisen und Tipps zu ihrer Förderung zu geben.
Das Bild einer bunten Blumenwiese ist untrennbar mit dem Summen der Bienen verbunden. Bienen sorgen aber nicht nur für Idylle sondern sichern auch unsere Ernährung, indem sie die Blüten unserer Kulturpflanzen bestäuben. Und auch wenn viele beim Wort Biene das Bild der Honigbiene vor Augen haben – es gibt eine große Vielfalt an Wildbienen und jede Art hat ihren Platz und ihre Funktion in verschiedensten Lebensräumen.
Wichtig für Natur und Ackerbau An der Universität für Bodenkultur in Wien wohnen 600.000 Bienen in 10 Bienenstöcken. „Da an der BOKU ökologische und landwirtschaftliche Themen gelehrt werden, darf die Bienenkunde nicht fehlen. Denn anhand der Bienen lassen sich landwirtschaftliche und ökologische Zusammenhänge sehr gut und anschaulich darstellen, und Bienen steigern die Erträge in der Landwirtschaft“, erklärt Prof. DI Dr. Werner Zollitsch vom Institut für Nutztierwissenschaften an der Universität für Bodenkultur. Die ARGE Bienenforschung an der BOKU beschäftigt sich intensiv mit der Leistung der Honigbienen.
Honig sammeln ist Schwerstarbeit Josef Stich, Obmann des Vereins Biene Österreich, hebt die unglaubliche Bestäubungsleistung der Bienen hervor: „Für einen Kilo Honig besuchen die Bienen fünf Millionen Blüten und bestäuben sie dabei. 80 Prozent der Blütenpflanzen werden durch Insekten bestäubt, davon wiederum 80 Prozent durch die Honigbienen.“ Und er unterstreicht die Bedeutung der Wildbienen für unsere Ökosysteme: „In Österreich leben mehr als 700 Wildbienenarten, die auf verschiedene Blütenpflanzen und Lebensräume spezialisiert sind.“
Naturnahes Gärtnern statt Pestizideinsatz „Hände weg von chemisch-synthetischen Spritzmitteln - das sind für die Bienen oft gefährliche Nervengifte!“ appelliert DI (FH) Harald Brugger, Chemieexperte von "die umweltberatung". Den Garten mit heimischen Pflanzen und Pflanzensorten zu gestalten und einfache Blüten zu pflanzen anstatt der hochgezüchteten „gefüllten“ Blüten, empfiehlt "die umweltberatung". Denn gefüllte Blüten bieten keine Pollen und keinen Nektar für die Bienen und andere Insekten. Attraktionen für Bienen: ein „wildes Eck“ mit blühenden Pflanzen, die nur selten gemäht werden und Tothölzer die als Versteck dienen. In einem selbst gebastelten Nützlingshaus finden Wildbienen einen optimalen Platz für die Aufzucht des Nachwuchses.
Neues Poster „Vielfalt der Bienen“ Das neue Poster zeigt die Gefahren für Bienen auf und gibt einfache Tipps zur Förderung der Wild- und Honigbienen. Die 28 Bilder verschiedener Bienenarten repräsentieren einen Ausschnitt aus der vielfältigen Bienenwelt. Der Imkereidachverband „Biene Österreich“ und "die umweltberatung" haben das Poster gemeinsam - mit Unterstützung der Wiener Stadtgärten (MA 42) - gestaltet.
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Quelle: "die umweltberatung" |