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Greenpeace gegen Gentech-Kartoffel "Amflora"

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10.06.2011
Greenpeace will Aussaat in Schweden verhindern

Greenpeace-Aktion auf schwedischemKartoffel-Feld

Aktivisten von Greenpeace ketten sich seit gestern früh an die Traktoren des Chemiekonzerns BASF, der in Haparanda, im nördlichen Schweden, mit der Aussaat der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora beginnen wollte. Laut Greenpeace widerspricht die Zulassung der Amflora der europäischen Gentechnik-Direktive 2001/18 und ist somit illegal.

 

Resistent gegen Antibiotika

 

Die Kartoffel enthält ein Antibiotikaresistenz-Gen. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Resistenz auf Krankheitserreger (zum Beispiel Tuberkulose) übertragen wird. Mit dieser Übertragung könnte die medizinische Anwendung gefährdet werden.

 

Gentechnik in der Nahrungskette


BASF behauptet zwar, die Kartoffel sei nur für die industrielle Verwendung gedacht. Tatsache ist aber, dass Amflora letztes Jahr eine Zulassung für den Anbau, für die Verarbeitung, die Verwendung als Futtermittel und bis zu 0,9 Prozent sogar als Lebensmittel hat. Mit anderen Worten: die Antibiotika-resistente Kartoffel Amflora hat die Genehmigung, die Lebensmittelkette zu verunreinigen und kann so auch nach Österreich gelangen.


EU-weites Verbot der Risikoknolle


Mehrere Mitgliedsstaaten der EU haben die Kartoffel bereits verboten, darunter Österreich, Griechenland, Ungarn und Luxemburg. Greenpeace Österreich hat zusammen mit anderen NGOs eine Klage gegen die Europäische Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof eingebracht mit dem Ziel, die Zulassung rückgängig zu machen.

Greenpeace fordert die Schwedische Regierung auf, den Anbau der Kartoffel - genau wie in Österreich - zu verbieten und verlangt von der Europäischen Kommission die Zulassung sofort zurückzuziehen.

Greenpeace vor Ort

 

Die Greenpeace-Aktivisten befinden sich bereits seit drei Wochen auf dem betroffenen Feld in Schweden. Sie blockierten bislang das Gebäude in dem die Kartoffel eingelagert war. Nachdem die ersten Aktivisten bereits am 19. Mai verhaftet wurden, konnte jetzt ein zweites Team die Traktoren blockieren.
Die wirtschaftlichen Interessen eines Konzerns wie BASF werden hier ganz klar über die gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung gestellt. Dafür werden sogar Gesetze gebrochen“, zeigt sich der Gentechnik-Sprecher von Greenpeace, Philipp Strohm alarmiert.

 

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Quelle: Greenpeace

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