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Fasten fürs Klima: Gemüse erzeugt weniger CO2

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9.03.2011
Fastenzeit als Start einer klimaoptimierten Ernährung

Vegetarische Flade

Nach dem Aschermittwoch ist für viele fasten angesagt. Fasten hat nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit, eine vorwiegend pflanzliche Ernährung ist besser für unser Klima.

Der Körper freut sich

Fasten bringt viele positive Auswirkungen: es stärkt das Immunsystem, regeneriert die Verdauungsorgane und normalisiert die Blutwerte. Es aktiviert die Selbstheilungskräfte und kann der Beginn einer Ernährungsumstellung sein.

„Die Österreicherinnen und Österreicher essen durchschnittlich 900 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche – das ist 3x soviel Fleisch, wie medizinisch empfohlen“, erklärt Mag. Michaela Knieli, Ernährungsexpertin bei "die umweltberatung".

Zu fett, zu süß und zu viel

Die Ernährungsberichte zeigen es immer wieder: Wir essen zu fett, zu süß und vor allem zu viel. Nicht nur unsere Blutwerte sind davon beeinflusst, sondern auch das Wohlbefinden unseres Planeten:

Die Ernährung mitsamt Lebensmittelproduktion und –transport ist für rund 20 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Gründe sind die massive Industrialisierung der Lebensmittelproduktion und eine Vervielfachung der Lebensmitteltransporte.
 
Gemüse: gesund und klimaschonend
Auch die Zusammensetzung unseres Speiseplans hat massive Auswirkungen auf das Klima. Die typische Kost mit der täglichen Portion Fleisch schlägt sich stärker zu Buche als eine gemischte Vollwertkost mit viel Gemüse, weil die Produktion der Futtermittel für die Tiere Energie verbraucht und viele klimaschädliche Treibhausgase verursacht. „Bei der Herstellung von einem Kilo Rindfleisch entstehen 6.450 Gramm CO2, die Produktion von einem Kilo Gemüse erzeugt nur 150 Gramm, das ist um rund 98 Prozent weniger“, so Michaela Knieli.

Optimal für Gesundheit und Klima: die Bohne
Die klimaschonende, gesunde Alternative zur Wurst kommt aus der Bohne. Das Eiweiß von Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen oder Sojabohnen ist in seiner Proteinzusammensetzung so ausgewogen, dass es von der Qualität mit dem tierischen Protein fast gleichzusetzen ist.

Bio ist besser!
Mittlerweile ist jedes Lebensmittel in Österreich in bester Bioqualität erhältlich - von knackigen Salaten bis zum Brot. Bio ist "cool" fürs Klima, denn der Biolandbau verzichtet konsequent auf den Einsatz von energieintensiven Kunstdüngern und giftigen Pestiziden. So lassen sich mit einem Bio-Menü bis zu 40 % der CO2-Emissionen, die bei der Lebensmittelproduktion entstehen, einsparen!.

Die Einsparung von CO2-Emissionen ist auch dringend notwendig, denn laut UNO war 2010 das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.

Nah und herrlich frisch!

Je näher die Lebensmittel am Wohnort angebaut werden, desto weniger Treibstoff verbraucht ihr Transport. Regionale Lebensmittel sind sowohl im Supermarkt, als auch auf den Bauernmärkten erhältlich. Auf den Märkten gibt es häufig auch ausgefallene Obst- und Gemüse-Raritäten, die mit vollem Geschmack und intensivem Aroma punkten.  
Kurz gesagt: Fasten fürs Klima bedeutet

  • weniger Fleisch
  • mehr saisonales Obst, Gemüse und Hülsenfrücht
  • so viel wie möglich in Bio-Qualität und aus der Region

 

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Quelle: die umweltberatung

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