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 Schlüsselkriterien des Cool IT-Firmenrankings
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Das Cool IT-Firmenranking überprüft die weltweit führender Informationstechnik (IT)-Unternehmen regelmäßig in Bezug auf den Klimaschutz.
Im Jahr 2008 wurde von der IT-Industrie die Studie Smart 2020 veröffentlicht. Sie zeigt, dass die IT-Branche enormes Potenzial zur Verringerung des weltweiten Treibhausgasausstoßes hätte, indem sie intelligente IT-Lösungen für andere Branchen entwickelt. Der Studie zufolge können die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 beispielsweise mit Hilfe verbesserter Gebäudeeffizienz oder der Optimierung von Transport- und elektronischen Versorgungsnetzen um bemerkenswerte fünfzehn Prozent gesenkt werden. Demnach wäre die IT-Branche eine der Gewinnerinnen von ambitionierte Ziele zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen.
Dass Handlungsbedarf gegeben ist, zeigt auch der im März 2010 veröffentlichte Cloud Computing Report von Greenpeace, der auf den steigenden Energiebedarf von online-basierten Diensten wie Facebook oder Google aufmerksam macht.
CO2
Das Cool IT-Ranking zeigt die Fortschritte der IT-Unternehmen bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Dazu werden die IT-Unternehmen hinsichtlich dreier Schlüsselkriterien bewertet:
- Entwicklung von klimafreundlichen Lösungen für andere Wirtschaftszweige: Dafür werden maximal 40 von 100 Punkten in drei Bereichen vergeben. Die nachfolgend angeführten Punkte zeigen die jeweils maximal möglichen Punkte je Bereich.
- Berechnungen aktueller Einsparungen (20 Punkte): Eine Firma, die öffentlich die Berechnungen für Nettoemissionsreduktionen aufgrund von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige zur Verfügung stelllt. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern, müssen Treibhausgasemissionen auf globaler Ebene maßgeblich gesenkt werden. Emissionen bloß von einem Industriezweig auf einen anderen verlagern oder von einem Land auf ein anderes verschieben trägt nicht dazu bei. Es ist daher wesentlich, dass die IT-Industrie Lösungen entwickelt und fördert, die eine höchstmöglichste Reduktion der Treibhausgasemissionen bewirken. Davon müssen die Emissionen für die Erstellung, Verwendung und Entsorgung dieser Lösungen abgezogen werden. Daraus erreichnet sich die Netto-Emissionsreduktion. Diese IT Lösungen können in einem oder mehreren der fünf nachfolgenden wesentlichen Wirtschaftsbereiche in Form von Daten zu Fallstudien erbracht werden.
- Gebäude
- Transportwese
- Produktio
- Stromversorgung sowie
- Dematerialisierung von Dienstleistungen, also der durch menschliches Handeln verursachten Stoffströme drastisch zu reduzieren
- Öffentliche Metrik (10 Punkte): Eine Firma, welche die Erklärung zur Metrik und die Annahmen zur Berechung der Nettoemissionsreduktionen aufgrund von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige veröffentlicht.
- Investitionen (5 Punkte): Die Firma investiert maßgeblich in Lösungen für umweltfreundliche Technologien: Entweder in bestimmte vorhandene Angebote, in Forschung und Entwicklung für IT-basierte Klimaschutz-Lösungen und/oder kauft externe umweltfreundliche, von Dritten angebotene, Lösungen zu.
- Künftige Einsparungsziele (5 Punkte): ine Firma legt ambitionierte kurzfristige Ziele fest, die eine Erhöhung der Nettoemissionsreduktionen aufgrund von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige zur Folge haben.
- Reduktion eigener Treibhausgasemissionen und des eigenen CO2-Fußabdrucks: Dafür werden maximal 25 von 100 Punkten in drei Bereichen vergeben. Die nachfolgend angeführten Punkte zeigen die jeweils maximal möglichen Punkte je Bereich. Hat ein Unternehmen keinen maßgeblich „Cloud“-basierenden Footprint, der eine Richtlinie für Standort-Infrastruktur erfordern würde, so wird diese Firma mit 10 Maximalpunkten bei Produkt-Effizienz und Lieferketten-Footprint bewertet und umgekehrt.
- Gesamte Emissionsreduktionsziele (5 Punkte): Eine Firma legt für einen bestimmten Stichtag verbindlich Ziele zur Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen (jene aus der eigenen Geschäftstätigkeit) fest. Die Maximalpunkte erhalten jene Firmen, die Gesamtreduktionsziele von mindestens 20 Prozent bis 2012 festlegen auf der Grundlage des Jahres 2008 oder früher.
- Verringerungsstrategien (10 Punkte): Das Unternehmen zeigt in einem der folgenden, nach Wichtigkeit gereihten, Bereiche gezielte Strategien zur Reduktion der Treibhausgasemissionen:
- Energieeffizenz und Vermeidung von Emissionen
- Errichtung von Anlagen für Erneuerbare Energien
- Kompensationen
- Richtlinie Standort-Infrastruktur (5 Punkte): Gilt fürt Firmen, die sog. "Cloud"-Dienste anbieten. Das sind jene, die nicht mehr stationär auf dem jeweiligen Gerät ausgeführt werden, sondern vorwiegend über das Internet erfolgen. Dadurch steigt der Datenverkehr, was einen höheren Energieverbrauch bei Rechenzentren zur Folge hat. Solche Unternehmen haben eine Richtlinie für ihre Rechenzentren, welche eine Erhöhung der Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien festlegt und eine verstärkte Nachfrage nach Strom aus fossilen Stromquellen oder aus Atomkraft vermeidet.
- Produktionseffizienz und Lieferketten-Footprint (5 Punkte): Gilt für Unternehmen, die IT Equipment herstellen. Solche produzieren hocheffiziente Produkte und arbeiten hart daran, den Footprint (Fußabdruck) ihnerhalb ihrer Lieferkette zu reduzieren.
- Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz in der Öffentlichkeit. Dafür werden maximal 35 von 100 Punkten in drei Bereichen vergeben. Die nachfolgend angeführten Punkte zeigen die jeweils maximal möglichen Punkte je Bereich. Es werden nur Maßnahmen innerhalb der letzten 12 Monate berücksichtigt.
- Politische Äußerungen (10 Punkte): Wenn sich eine bedeutende Person des Unternehmens, wünschenswerterweise die Geschäftsführung, bei einer öffentliche Rede vor einem relevanten nationalen oder internationalen Publikum für die Notwendigkeit von wissenschaftlich abgesicherten, verpflichtenden Treibhausgasreduktionen ausspricht.
- Politisches Engagement (15 Punkte): Wenn sich das Unternehmen in der Öffentlichkeit auf nationaler oder internationaler Ebene für die Notwendigkeit zur wissenschaftlich abgesicherten, verpflichtenden Treibhausgasreduktionen ausspricht.
- Wiederholungsbonus (10 Punkte): Wiederholte Äußerungen und Engagement auf politischer Ebene.
- Abzugspunkte für Negativ-Lobbying (-5 bis -15 Punkte, abhängig von Uneinsichtigkeit): Unternehmen führt selbst Negativ-Lobbying durch oder ist Mitglied eines Wirtschaftsverbandes, der Negativ-Lobbying betreibt. Mit Negativ-Lobbying sind Positionen gemeint, die wissenschaftlich abgesicherte, verpflichtenden Treibhausgasreduktionen oder Maßnahmen zur Förderung Erneuerbarer Energien entweder ablehnen oder diese abschwächen.
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Quelle: Greenpeace |