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4. Cool IT Firmenranking

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8.12.2010
Cool IT: Neues IT-Firmenranking zu Klimaschutz

3. Cool IT-Ranking

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Greenpeace hat bei der Klimakonferenz in Cancún die vierte Ausgabe des Firmenrankings Cool IT veröffentlicht.

 

In der Nacht auf Mittwoch hat Greenpeace bei der Klimakonferenz in Cancún die vierte Ausgabe des Firmenrankings Cool IT veröffentlicht. Dieses bewertet die Leistungen weltweit führender IT (Informationstechnik)-Unternehmen in Bezug auf den Klimaschutz. Cisco führt das Ranking mit 70 von 100 Punkten vor Ericsson mit 57 von 100 Punkten und Fujitsu mit 52 von 100 Punkten an.

 

 

 


Das Cool IT-Firmenranking überprüft die weltweit führender IT-Unternehmen in Bezug auf den Klimaschutz. Es bewertet diese Firmen hinsichtlich dreier Schlüsselkriterien:

  • Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige (nunmehr 40 von 100 Punkten).
  • Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrte Nutzung erneuerbarer Energiequellen (jetzt 25 von 100 Punkten).
  • Engagement für Klimaschutz und Energieeffizient in Politik und Öffentlichkeit (nach wie vor 35 von 100 Punkten).
  • Bewertungskriterien im Detail (neu überarbeitet)

  

Ganz unten in der Liste stehen SAP, Panasonic und Oracle. Google liegt beim politischen Engagement ganz vorne, Microsoft hingegen fällt aufgrund von Negativ-Lobbying um um fünf Plätze auf Platz zwölf zurück und hat ebenso wie Nokia (nur Platz neun) ordentlichen Aufholbedarf.

 

„Insgesamt rühmt sich die IT-Branche oft und gerne, die weltweiten CO2-Emissionen durch energieeffiziente Technik bis zum Jahr 2020 um fünfzehn Prozent senken zu können. Bisher haben die IT-Unternehmen jedoch eine Politik der kleinen Schritte verfolgt, statt erfolgreiche und revolutionäre Lösungen in dem Ausmaß und Tempo bereitzustellen, für das sie bekannt sind“, sagt Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz.

Im Jahr 2008 wurde durch die IT-Branche die Studie Smart2020 veröffentlicht. Sie besagt, dass mittels intelligenter IT-Lösungen die weltweiten Treibhausgasemissionen um bis zu 15 Prozent reduziert werden könnten.

 

Der US-amerikanische Konzern Cisco hat erkannt, dass intelligente Lösungen zur Einsparung von Treibhausgas-Emissionen attraktive Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und den Schwerpunkt seiner Geschäftsstrategie deshalb zunehmend auf CO2-arme Technologien gelegt. Dadurch besteht für das Unternehmen ein starker Anreiz, sich öffentlich für wirksame Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen.

 

Google ist beim politischen Engagement an erster Stelle. Die ist vor allem auf das politische Engagement in Kalifornien zurück zu führen. Arnold Schwarzenegger hat in Kalifornien ein striktes Klimaschutzgesetz zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durchgesetzt. Dieses Gesetz war der Ölindustrie ein Dorn im Auge. Die sogenannte „Proposition 23“ hatte zum Ziel, dass dieses Gesetz vorerst ausgesetzt werden sollte. Während die Ölmultis diesen Antrag zur Aufweichung des Klimaschutzgesetzes mit einem Millionen-Werbeetat unterstützten, hat sich Google gemeinsam mit Cisco und HP für die Beibehaltung des Klimaschutzgesetzes engagiert. Diese Bemühungen haben sich gelohnt, denn kürzlich wurde das Klimaschutzgesetz von den kalifornischen WählerInnen mittels Volksentscheid bestätigt. Aufholbedarf hat Google jedoch bei der Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen.

 

Microsoft und Intel wurden Punkte für ihre Mitgliedschaft im problematischen Unternehmerverband „Business Europe“ abgezogen. Business Europe wurde 2010 für den Worst EU Lobbying Award in der Rubrik „Worst Climate Lobbying“ nominiert. Aber auch IBM, Panasonic, Sharp, Sony und Toshiba kassierten für Negativ-Lobbying Abzugspunkte.

 

„Nicht nachhaltige Unternehmen haben in der Debatte um die Energiepolitik nach wie vor die Oberhand. Dies zementiert den Status quo und behindert den Aufbau einer klimaverträglichen Wirtschaft. Damit der Klimakollaps ausbleibt und die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Energiezukunft geschaffen werden, ist aber ein hohes Maß an Engagement von allen Seiten notwendig – angefangen bei den Staats- und Regierungschefs, die in Cancún endlich ein wirksames internationales Klimaschutzabkommen in die Wege leiten müssen, bis hin zu den Unternehmen, die gefordert sind, alle Potenziale zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen auszuschöpfen. Die Devise für alle lautet: Durchstarten, bevor es zu spät ist“, fordert Sprinz abschließend.

  

Wie welche Firma abgeschnitten hat kann auf der nächsten Seite nachgelesen werden.

 

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Quelle: Greenpeace

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