Home

>Neues bei Unterwegs >Elektro-Fahrzeuge im Visier

Elektro-Fahrzeuge im Visier

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

26.08.2010
Nur mit erneuerbarer Energie sind Elektro-Autos klimafreundlicher

Elektroauto an der Strom-Tankstelle

Elektro-Autos sind nicht automatisch klimafreundlicher, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten Elektro-Autos nur dann, wenn der Strom aus erneuerbarer Energie kommt.  

Bis zum Jahr 2050 möchte die EU die Treibhausgas-Emissionen um 80 Prozent verringern. Um dieses Ziel zu erreichen wird die Elektro-Mobilität forciert.

 

"Es besteht die Gefahr, dass diese Politik auf halber Strecke stecken bleibt. Denn Elektro-Autos sind nicht per se klimafreundlicher als die jetzigen. Einen wirklich großen Beitrag zum Klimaschutz leisten Elektro-Autos nur, wenn der Strom aus erneuerbarer Energie kommt", fasst VCÖ-Experte DI Martin Blum das Ergebnis einer aktuellen VCÖ-Studie (am Ende dieser Seite) zusammen.

 

CO2-Emissionen im Vergleich
Ein Elektro-Auto, das mit Strom aus Kohle fährt, verursacht ähnlich viele CO2-Emissionen wie ein Diesel-Pkw. Lediglich mit Strom aus erneuerbarer Energie fahren Elektro-Autos in ihrer Gesamtbilanz wirklich sauber wie die folgende Aufstellung zeigt.

CO2-Emissionen in Gramm pro Kilometer (Quelle: Universität München, VCÖ):

  • Diesel-Pkw: 180 g CO2 / km
  • E-Auto mit Strom aus Kohle: 120 bis 180 g CO2 / km
  • E-Auto mit Strom aus Erdgas: 95 g CO2 / km
  • E-Auto mit österreichischem Strommix: 40 g CO2 / km
  • E-Auto mit Strom aus erneuerbarer Energie*: 2,7 g CO2 /km
    * Je ein Drittel Wind, Solar, Wasser


Elektro-Fahrzeuge in Österreich

Die VCÖ-Studie zeigt, dass es derzeit in Österreich rund 3.230 reine Elektro-Fahrzeuge gibt, davon sind neun Prozent E-Autos, 78 Prozent sind Elektro-Mopeds bzw. Elektro-Motorräder (Stand 31. Juli 2010; Quelle: Statistik Austria, VCÖ):

  • E-Mopeds und E-Motorräder: 2.515
  • E-2-Rad (mehrspurig): 230
  • Pkw: 282
  • Busse: 106
  • Lkw: 52
  • Sonstige: 45

Das Umweltbundesamt rechnet mit einem Anstieg von Elektro-Fahrzeugen in Österreich auf rund 210.000 im Jahr 2020.
 
Rahmenbedingungen für saubere Elektro-Mobilität schaffen
Der VCÖ weist darauf hin, dass der zusätzliche Strombedarf für diese E-Fahrzeuge 0,6 Prozent der derzeitigen Gesamtstromerzeugung Österreichs beträgt. "Der zusätzliche Strombedarf für Elektro-Autos ist kein Problem. Wichtig ist jedoch, die gesetzlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass nur Strom aus erneuerbarer Energie für Elektro-Fahrzeuge verwendet wird", so VCÖ-Experte Blum.

Da Elektro-Fahrzeuge auch als Speicher dienen können, kann sich mit Hilfe der Elektro-Mobilität der Anteil der Wind- und Solarenergie erhöhen. So kann eine Windanlage den Strom für die Jahresfahrleistung von rund 3.000 Elektro-Autos liefern.

Handlungsbedarf bei Infrastruktur
"Es braucht eine Infrastruktur, die den Anforderungen der zukünftigen Mobilität entspricht. Klimafreundliche Elektro-Mobilität benötigt als Basis ein dichtes Öffentliches Verkehrsnetz und ausreichend Ladestationen", betont VCÖ-Experte Blum.

"Die bestehende Abhängigkeit vom Erdöl schafft große Probleme. Deshalb braucht es eine umfassende ökologischen Steuerreform, die den Wandel im Verkehrssystem zu mehr Effizienz und zu einer klimafreundlicheren Mobilität beschleunigt", stellt VCÖ-Experte Blum fest.

 

Weiterlesen auf marktcheck.at:


Quelle: VCÖ

factsheet_elektro-mobilitaet.pdf
VCÖ-Studie "Was es für eine klimafreundliche Elektro-Mobilität braucht.", 4 Seiten.
   468 K
© Greenpeace 2012[Impressum][Datenschutz]

Schnellsuche:



Username:

Passwort:


NEWSLETTER

 

Interessiert an regelmäßigen Infos zu konsumrelevanten Themen?

Newsletter bestellen!