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 Vöslauer Mineralwasser, links in der Zweiweg, rechts in der Einwegflasche
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Bei vielen KonsumentInnen für Verwirrung sorgt die Vöslauer 1 Liter-Flasche (linke Flasche im Bild). Für sie wird zwar im Supermarkt Pfand verlangt, doch sie ist genauso wie die 1,5 Liter Einwegflasche (rechte Flasche im Bild) keine Mehrwegflasche. Die Vöslauer 1 Liter-Flasche ist eine sogenannte "Zweiwegflasche". Vöslauer befüllt diese Flaschen nur einmal und entsorgt sie nach einmaliger Verwendung und das geht so:
Nach einmaliger Verwendung im Schredder
Die alten, nur ein Mal verwendeten Flaschen, werden zerkleinert und daraus wird Kunststoffgranulat erzeugt. Um daraus eine neue Flasche zu produzieren, muss Vöslauer jedoch mindesten 50% neues Kunststoff-Material hinzufügen.
Mit Erdöl sorgsam umgehen
Durch die Ölpest am Golf von Mexiko ist die Sensibilität im Umgang mit knappen Ressourcen wie Erdöl gestiegen. Abgesehen von Treibstoff werden viele Alltagsprodukte aus Erdöl hergestellt, wie beispielsweise Kunststoffe. Es ist daher ein Gebot der Stunde, mit Kunststoffprodukten besonders verantwortungsvoll umzugehen. Flaschen aus Kunststoff sollten daher so beschaffen sein, dass sie so oft als möglich neu befüllt und nicht schon nach einmaligem Gebrauch wieder entsorgt werden müssen.
Schlechte Bilanz von Ein- und Zweiweg
Im Vergleich von Mehrwegflaschen aus Kunststoff und Zweiweg- oder auch Einwegflaschen aus Kunststoff benötigt Mehrweg deutlich weniger Rohstoffe und deutlich weniger Energie erforderlich, selbst wenn bei Zwei- oder Einwegflaschen ein Teil der Rohstoffe aus alten Flaschen verwendet wird!
Ökologisch problematisch
Daher können weder Zweiweg-, noch Einwegflaschen aus Kunststoff ökologisch mit Mehrwegflaschen aus Kunststoff mithalten. Gleiches gilt auch für Glas. Mehrweg-Glas scheidet um ein Vielfaches besser ab als Einweg-Glas. Mehrwegflaschen aus Kunststoff können bis zu 20 Mal, Mehrwegflaschen aus Glas bis zu 40 Mal wieder befüllt werden. Daher sind Zweiwegflaschen in der marktcheck.at Datenbank mit "Orange" (Kritisch) und Einwegflaschen mit "Rot" (Ungenügend) bewertet.
Weit gereiste Luxus-Wasser
Die Greenpeace Untersuchung hat jedoch gezeigt, dass zunehmend sogenannte „Premium“-Wasser angeboten werden, die lange Transportwege aus Frankreich, England, Norwegen oder gar aus Südafrika hinter sich haben.
„In Österreich gibt es eine Vielzahl an Quellen und zahlreiche kohlensäurehältige Wasserprodukte. Wasser aus Südafrika zu importieren ist nicht nur eine unnötige Energie- und Ressourcenverschwendung, sondern auch aus ethischer Sicht sehr fragwürdig. Gerade in Afrika leiden sehr viele Menschen unter der Wasserknappheit“, kritisiert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin von Greenpeace, derartige Produkte. |