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 Als Mehrweg falsch gekennzeichnet, obwohl sie es nicht ist: Die Vöslauer 1-Liter-Flasche.
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Alternativen vorhanden
Die Untersuchung hat jedoch auch positive Beispiele gezeigt. Durch die Recherchen der MarktaktivistInnen wurden auch erstmals kleine regionale Anbieter aufgenommen. Einige bieten eine große Auswahl an Mehrwegflaschen in allen Getränkekategorien, wie einige Biomärkte oder ein Online Shop in Wien.
Mehrweg vernachlässigt
Mehrwegflaschen haben viele ökologische, aber auch ökonomische Vorteile. Doch die meisten größeren Handelsbetriebe ignorieren diese Vorteile bereits seit Jahren, bieten keine attraktive Auswahl an derartigen Getränken, im Gegenteil. Wer greift chon zu schlecht platzierten, schlecht gekennzeichneten, Produkten, für die kaum Werbung gemacht wird?
Werbe-1x1
Jeder, der sich nur ein wenig mit Kommunikation oder Werbung beschäftigt weiß, dass man Inhalte immer wieder erwähnt werden müssen, auch wenn sie bereits verstanden wurden. Denn warum sonst schalten Markenartikelhersteller, deren Produkte eine sehr hohe Bekanntheit haben, immer noch Werbung? Ganz einfach: Um nicht in Vergessenheit zu geraten. Aber das scheint nicht bei Mehrweg erforderlich zu sein. Der Handel gibt jährlich Millionen Euro für Werbung aus, doch die vielen Vorteile von Mehrweg wurden schon seit Jahren bei einer solchen Werbung nicht mehr in Erinnerung gerufen.
Die "Schuld" der KonsumentInnen
Supermärkte reden sich gerne auf die KonsumentInnen aus. Gemäß dem Handel wollen KonsumentInnen Mehrweg nicht, sondern bevorzugen Einweg. Man muss kein Kommunikationsprofi zu sein um zu erkennen, dass
- unattraktive Platzierung
- schlechte Kennzeichnung
- keine Werbung
langfristige dazu führt, dass Produkte immer seltener nachgefragt werden. Wenn dann die "Mitbewerberprodukte", also Getränke in Einweggebinden, zu Dumpingpreisen abverkauften werden bleibt vielen Familien mit niedrigem Einkommen gar keine andere Wahl als zu Einwegprodukten zu greifen.
Profite auf Kosten der Umwelt
Vom Einwegflaschen-Boom profitiert einerseits der Handel, weil Mehrweg einen höheren Personalaufwand erfordert, und andererseits die Verpackungsindustrie, die natürlich an umweltfreundlichen, klimaschonenden, ressourcen- und energiesparenden Mehrwegflaschen nichts verdient. Daher werden hinter den Kulissen Fäden gezogen und beträchtlich in politisches Lobbying investiert.
Regionale Hersteller bedroht
Doch der Boom bei den Einwegflaschen hat nicht nur Umwelt und KonsumentInnen als Verlierer, sondern auch kleine und mittlere regionale Getränkehersteller, die von Großproduzenten verdrängt werden. Wer Mehrweg kauft unterstützt daher auch die regionalen Getränkehersteller.
Verbindliche Regelung notwendig
„Unsere Überprüfung zeigt, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft in eine Sackgasse geführt hat. Umweltminister Berlakovich muss die Fehler seiner Vorgänger umgehend beheben und die anstehende Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes dazu nutzen eine verbindliche gesetzliche Regelung für Mehrweg festlegen, denn wie man sieht ist die Wirtschaft alleine nicht dazu in der Lage“ fordert Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.
Was jede/r tun kann
Quelle: Greenpeace |