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Eier häufig mit Gentech-Futter produziert

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1.04.2010
Kein Osterfrieden mit Eiern aus Gentech-Fütterung

Ostereier

Viele konventionell gehaltene Hennen müssen Gentech-Futter fressen

Über 50 Prozent der Eier in Österreich werden mithilfe von Gentechnik produziert. Global 2000 fordert die Kennzeichnung solcher Produkte.


Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert den Einsatz von Gentechnik bei der konventionellen Hühnerhaltung.

 

„In Österreich werden Hühner mit gentechnisch verändertem Soja - hauptsächlich „Roundup Ready“-Soja von Monsanto - gefüttert, ohne dass die Hühnerprodukte wie Eier und Fleisch schließlich als Gentech-Lebensmittel erkenntlich sind“, so Werner Müller, Gentechnikexperte von GLOBAL 2000.

 

Die fehlende verpflichtende Kennzeichnung von Eiern und bunt gefärbten Ostereiern, die mit Gentech-Futter hergestellt wurden, macht es für die KonsumentInnen unmöglich, Gentech-Eier als solche auch zu erkennen.

 

Rund 50 Millionen Eier werden in Österreich in den Wochen um Ostern verspeist. „Mehr als die Hälfte – also über 25 Millionen Eier - sind Gentech-Eier, sie stammen von Hühnern, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gezüchtet werden.

 

Wir fordern, dass auf der Verpackung klar gekennzeichnet wird, wenn die Tiere mit Gentechnik gefüttert werden. Diese Informationen müssen ebenso in der Gastronomie auf den Speisekarten ersichtlich sein“, so Müller.

 

Sicher, dass sie keine Gentechnik mit kaufen, können die KonsumentInnen bei Bio-Eiern sowie bei Eiern mit dem Siegel "Gentechnikfrei erzeugt" sein.


Ziel von GLOBAL 2000 ist die Umstellung aller EierproduzentInnen auf gentechnikfreie Fütterung. „Es ist ein Skandal, dass in Österreich Eierproduzenten Gentechnik einsetzen, obwohl es genug gentechnikfreie Alternativen gibt. Wir fordern die Eierproduzenten auf, auf biologische Produktion zu setzen und auf gentechnikfreie Futtermittel zu wechseln, statt Gentech-Soja aus Südamerika zu importieren“, so Müller.

 

Gentech-Sojafutter zerstört südamerikanischen Regenwald

Der Anbau von Gentech-Futtermitteln (vor allem Gentech-Soja) in Südamerika trägt massiv zur Regenwaldzerstörung bei und hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und die Umwelt.

 

Dutzende Millionen Liter Pflanzengift wie Glyphosat und Paraquat werden zum Beispiel allein im Osten Paraguays auf Gentech-Sojafeldern versprüht. Diese Spritzmittel können Hautausschläge, Durchfall mit Erbrechen, Missbildungen, Verlust des Sehvermögens und Lähmungen hervorrufen, die sogar bis zum Tod führen können.

 

„Dieser alltägliche Krieg gegen die Landbevölkerung und die Natur passt nicht zu dem Bild des Osterfriedens. Die großen österreichischen Eierproduzenten müssen daher endlich aus der Gentech-Fütterung aussteigen“, fordert Müller und empfiehlt: „Wer Verantwortung für Kinder, die Umwelt und das Klima übernehmen will, kauft Eier aus biologischer Hühnerhaltung, denn in dieser kommen keine gentechnisch veränderten und pestizidhaltigen Futtermittel zum Einsatz.“

 

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Quelle: Global 2000

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