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Nein zur Kohlekraft in Voitsberg!

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1.03.2010
Nein zur Kohlekraft in Voitsberg!




Greenpeace protestiert heute in Graz gemeinsam mit fünfhundert Einwohnern von Voitsberg und Umgebung sowie der Bürgerinitiative "Zukunft Voitsberg" gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des Kohlekraftwerkes ÖDK III.

 

Im Rahmen dieses Protestes überreichte Greenpeace der in Graz tagenden Bundesregierung wie auch der steirischen Landesregierung eine Petition, in der die Kritik am Kohlekraftwerk zusammengefasst ist.

Österreich kann sich mit seiner aktuellen Klimabilanz kein weiteres Kohlekraftwerk leisten. Das Kohlekraftwerk Voitsberg III würde die heimische Klimabilanz mit knapp zweieinhalb Millionen Tonnen CO2 mehr massiv weiter belasten. Die Bundesregierung steht wegen ihrer Klimapolitik auch innerhalb der Europäischen Union bereits heftig in der Kritik. Ganze hundert Millionen Tonnen CO2 liegt Österreich innerhalb der fünfjährigen Kioto-Phase von 2008 bis 2012 über seinem ursprünglichen Klimaziel.


Kohlekraftwerke sind wahre Klimakiller
Weltweit betrachtet zählen Kohlekraftwerke zu den größten CO2-Schleudern und stellen damit eine enorme Bedrohung für das Klima dar. Ein Steinkohlekraftwerk erzeugt pro Kilowattstunde Strom etwa achthundert bis tausend Gramm Kohlendioxid (CO2) – also gleich drei Mal so viel wie ein Gaskraftwerk und unendlich Mal so viel wie Sonnen- oder Windenergie.

Das 2006 aufgrund seiner Unwirtschaftlichkeit stillgelegte Braunkohlekraftwerk in Voitsberg wurde 2008 von Mirko Kovats’ Firma A-Tec Industries gekauft. Er will dieses Kraftwerk nun zu einem Steinkohlekraftwerk umbauen und wieder in Betrieb nehmen. Der Widerstand dagegen ist aber groß, nachdem die Bewohner von Voitsberg und Umgebung bereits seit Jahren unter einer schlechten Luftqualität zu leiden haben. Voitsberg zählt zu den Bezirken mit der höchsten Feinstaubbelastung in Österreich und ist somit Feinstaubsanierungsgebiet. Durch die Schließung des Braunkohlekraftwerks ist der Feinstaubausstoß im Bezirk während der letzten Jahre allerdings spürbar zurückgegangen.

Forderungen

Greenpeace fordert von Bundesminister Berlakovich erwartet Greenpeace, einem zusätzlichen Kohlekraftwerk in Österreich eine Absage zu erteilen und sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für einen raschen Ausstieg aus der Kohlekraft in Österreich einzusetzen. Ähnliches gilt für die steirische Landesregierung: „Wenn Landeshauptmann Voves an dem Projekt festhält, verdeutlicht er damit nur, dass ihm Klimaschutz und die Gesundheit der Voitsberger kein Anliegen sind“, kommentiert Schinerl abschließend.

 

Was du tun kannst

  • Bei deinem Stromanbieter nachfragen wieviel seines Stroms aus Kohlekraftwerken stammt
  • Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln



Quelle: Greenpeace

Download:

OEDK_III_Voitsberg.pdf
Hintergrund zum ÖDK III in Voitsberg. Zum Betrachten wird der Adobe Reader benötigt.
   21 K
Rechtliche_Chronologie_Voitsberg.pdf
Rechtliche Chronologie. Zum Betrachten wird der Adobe Reader benötigt.
   9.7 K
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