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Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz

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25.01.2010
Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz


42 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher fahren nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gemäß VCÖ liegt es daran, dass in vielen Regionen das Angebot ungenügend ist. 

 

"Diese Angebotslücken wären in der Schweiz undenkbar. Die Schweiz hat ein dichtes Öffentliches Verkehrsnetz, das sicherstellt, dass es auch in den Regionen gute Bahn- oder Busverbindungen gibt. Österreich hat hier noch sehr viel aufzuholen", fasst VCÖ-Experte DI Martin Blum eine aktuelle VCÖ-Untersuchung auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

 

Rund 2,9 Millionen Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre nützen nie öffentliche Verkehrsmittel. Das sind 42 Prozent der Bevölkerung. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass es zwischen den Bundesländern große Unterschiede gibt. In Wien fahren nur neun Prozent NIE mit den Öffis, in Kärnten sind es hingegen 56 Prozent und im Burgenland 57 Prozent. Von den Bundesländern schneiden Vorarlberg, Salzburg (jeweils 43 Prozent) und Tirol (44 Prozent) am besten ab.

 

Das Angebot bestimmt die Nachfrage. In jenen Bundesländern, wo mehr investiert und die Anzahl der Bahn- und Busverbindungen erhöht wurde, fahren deutlich mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, betont der VCÖ. So fahren 65 Prozent der Wienerinnen und Wiener täglich bzw. mehrmals die Woche mit den Öffis, an zweiter Stelle liegt Tirol mit 22 Prozent, Schlusslicht ist Kärnten, wo nur 13 Prozent häufig mit Bahn und Bus fahren.

 

Der VCÖ fordert ein Lückenschlussprogramm für den Öffentlichen Verkehr. Bestehende Bahnlinien sind nicht nur zu erhalten, sondern zu modernisieren. "Die Bahn ist das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs. Der Bus ist die ideale Ergänzung für jene Gebiete, wo es kein Schienennetz gibt. Und davon gibt es in Österreich sehr viele", so VCÖ-Experte Blum.

 

Für die Finanzierung braucht es eine stärkere Unterstützung der Gemeinden und Länder durch den Bund. Das ist nicht nur aus Klimaschutzgründen wichtig. Internationale Energieexperten rechnen für die kommenden Jahre mit einem massiven Anstieg der Erdölpreise. "Fehlt ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz dann werden sich viele Menschen Mobilität nicht mehr leisten können. Daher ist die Politik gefordert, die bestehenden Lücken im öffentlichen Verkehrsnetz rasch zu schließen", stellt VCÖ-Experte Blum fest.

 

Anteil der Bevölkerung, die NIE mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt

  • Österreich: 42 Prozent
  • Burgenland: 57 Prozent
  • Kärnten: 56 Prozent
  • Niederösterreich: 55 Prozent
  • Oberösterreich: 52 Prozent
  • Steiermark: 47 Prozent
  • Tirol: 44 Prozent
  • Salzburg: 43 Prozent
  • Vorarlberg: 43 Prozent
  • Wien: 9 Prozent

 

Anteil der Bevölkerung, die täglich bzw. mehrmals die Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt

  • Österreich: 28 Prozent
  • Wien: 65 Prozent
  • Tirol: 22 Prozent
  • Salzburg: 20 Prozent
  • Steiermark: 20 Prozent
  • Vorarlberg: 20 Prozent
  • Oberösterreich: 19 Prozent
  • Niederösterreich: 18 Prozent
  • Burgenland: 15 Prozent
  • Kärnten: 13 Prozent

 

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Quelle: Statistik Austria, VCÖ

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