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Klimakonferenz in Kopenhagen gescheitert!

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19.12.2009
Klimakonferenz in Kopenhagen gescheitert!


Vor kurzem ist die Klimakonferenz in Kopenhagen zu Ende gegangen. Die PolitikerInnen haben keine ambitionierten Klimaschutz-Ziele festgelegt, sondern haben sich nur auf einen Minimalkonsens geeinigt. Dieses unverbindliche "Ergebnis" eignet sich nicht einmal zum Schönreden.

  

Für die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen nach derzeitigem Stand zur Gänze gescheitert. „Angesichts all der existenziell betroffenen Menschen in den Entwicklungsländern, die den Auswirkungen des Klimawandels auch weiterhin hilflos ausgesetzt sein werden, ist diese Ergebnis wirklich erschütternd und eine beschämende Niederlage für die verantwortlichen Entscheidungsträger“, sagt Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl. Für Greenpeace haben sich vor allem die Industriestaaten das Scheitern der Klimakonferenz zuzuschreiben – allen voran die USA und die Europäische Union selbst.


Der in einer Nacht- und Nebelaktion vorgelegte Minimal-Kompromiss, der von den USA angepeilt wurde, konnte im großen Abschlussplenum der Konferenz allerdings nicht mehr durchgebracht werden. Damit gilt er nicht einmal als beschlossen, sondern zum jetzigen Zeitpunkt nur als zur Kenntnis genommen.


Mit dieser unverbindlichen politischen Vereinbarung fällt die Klimakonferenz weit hinter ihre eigenen Ansprüche und die tatsächlichen Klimaschutz-Notwendigkeiten zurück. Über die dramatische Klimakrise hinaus wird zudem eine immer stärkere Politik-Krise sichtbar: Die Vollversammlung von Staats- und Regierungschefs war nicht in der Lage, dem gravierendsten globalen Problem auch nur in Ansätzen gerecht zu werden. „Menschen sterben, ganze Landstriche werden unbewohnbar, die Wissenschaft warnt ohne Ende, und die Politik blamiert sich mit wertlosen Scheinabkommen dennoch bis auf die Knochen“, kommentiert Greenpeace-Konferenzteilnehmer Bernhard Obermayr das Kopenhagener Ergebnis.


Selbst wenn die Veranstalter jetzt mit der Lupe nach verkaufbaren Erfolgen suchen, wird man nichts Beschönigendes finden“, fährt Obermayr fort, „und das bedeutet tatsächlich Scheitern in seiner reinsten Form.“ Denn die als Minimal-Konsens kommunizierte Einigung auf ein Zwei-Grad-Ziel gibt es in Wahrheit spätestens seit dem G8-Gipfel in L'Aquila vom Sommer des Jahres. Bei den zentralen Fragen eines internationalen Klimaschutz-Abkommens – so etwa die langfristige Finanzierung des Klimaschutzes in Schwellen- und Entwicklungsländern oder die Reduktionspfade für den Treibhausgas-Ausstoß – sei man jedoch keinen einzigen Schritt weitergekommen, lautet die harsche Kritik der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

 

Klar ist für Greenpeace jedoch auch: die Welt ist heute noch nicht untergegangen. Der Kampf zur Rettung des Weltklimas wird 2010 sicher - wenngleich wohl mit geänderten globalen Stratagien - weitergehen. Auch das Projekt 1.000.000 Taten für den Klimaschutz werden wir fortsetzen. Denn nach dem Versagen der Politik braucht die Welt jetzt umso mehr das Engagement der Menschen.

 

Setze Taten für den Klimaschutz
Das Projekt "1.000.000 Taten für den Klimaschutz" wird natürlich fortgesetzt.
Sei Teil der größten österreichweiten Aktion für den Klimaschutz, die jemals stattgefunden hat: Setze jetzt Taten statt Worte!

 

Quelle: Greenpeace

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